Inhalt
- 1 Der Giro Isode MIPS II
- 2 Belüftung im Alltag: der „Open-Helm“-Look
- 3 Vorteile und Nachteile
- 4 Gewicht
- 5 Sicherheitsfeatures (MIPS) und Innenansicht
- 6 Alltagstauglichkeit und fehlende Brillenablage
- 7 Verschluss & Riemensystem
- 8 Kaufentscheidung: wann der Giro Isode MIPS 2 der richtige Helm ist
- 9 Bewertung
- 10 Fazit
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Der Giro Isode MIPS II
Wer einen soliden Rennradhelm sucht, will oft genau das: verlässliche Sicherheit, gute Belüftung und einen stabilen Sitz – ohne Premium-Preis. Genau hier spielt der Giro Isode MIPS II seine Stärke aus. Er ist leicht gebaut, gut durchlüftet (mit vielen Öffnungen und klaren Luftkanälen) und lässt sich über das Roc Loc Sport-Drehrad schnell und präzise anpassen, sodass er auch bei ruppigen Gruppenfahrten sicher sitzt. Fürs Sicherheitsplus ist Mips Evolve Core integriert, um Rotationskräfte bei bestimmten Stößen zu reduzieren. Unterm Strich wirkt der Isode II MIPS wie ein unkompliziertes „passt immer“-Modell – und gerade weil er häufig deutlich unter 100 € zu finden ist, ist das Preis-Leistungs-Paket richtig stark.
Der Giro Isode MIPS ist ein starker Budget-Tipp für Rennrad, Gravel und Alltag: Er sitzt angenehm, lässt sich per Drehrad schnell anpassen und bietet eine überzeugende Belüftung für lange Trainingskilometer. Dazu kommt MIPS als Sicherheits-Plus – und genau das macht ihn so attraktiv, weil er oft deutlich günstiger ist als viele “Race”-Modelle. Kurz gesagt: viel Helm fürs Geld.
Belüftung im Alltag: der „Open-Helm“-Look
Schon optisch macht der Giro Isode MIPS II klar, wohin die Reise geht: viele Öffnungen, eine eher klassische Straßenhelm-Form und ein Design, das auf Luftdurchsatz statt Aero-Optimierung setzt. In meinem Test war das Wetter allerdings alles andere als „Sommer“: kalt, extrem nass und um die 5 °C. Gerade da zeigt sich der Charakter des Helms besonders gut: Trotz Regen und niedriger Temperaturen bleibt das Tragegefühl angenehm, und selbst wenn man etwas Druck macht, schwitzt man am Kopf kaum – die Luft zirkuliert spürbar.


Die Kehrseite dieser Offenheit: Bei richtig schlechtem Wetter kann der Isode II MIPS auch durchaus zu kalt wirken, vor allem bei längeren Abfahrten, viel Wind oder wenn die Intensität sinkt. Wer häufig bei Kälte und Regen fährt, profitiert dann oft von einer dünnen Helmmütze oder einem Stirnband unter dem Helm.Klar ist auch: Gegenüber glatteren, geschlosseneren Aero-Helmen wirkt der Isode II MIPS weniger windschnittig. Dafür bekommst du dieses unkomplizierte, luftige Fahrgefühl, das im Training und Alltag oft wichtiger ist als ein möglicher Aero-Vorteil. Wenn du dagegen gezielt einen Helm mit „Aero-Look“ und effizienterer Form suchst, findest du hier die passende Alternative im Vergleich: Specialized Propero 4 im Test.
Vorteile und Nachteile
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Je nach Angebot manchmal unter 100 € – viel Helm fürs Geld. - MIPS-Schutz an Bord
Zusätzliche Sicherheits-Technologie zur Reduktion von Rotationskräften. - Sehr gute Belüftung
Viele Öffnungen + Luftkanäle – kühlt spürbar, auch bei höherer Intensität. - Einfacher, stabiler Sitz (Roc Loc Sport)
Schnell per Drehrad einstellbar und sitzt sicher im Alltag & Training. - Alltagstaugliche Details
Reflektierende Elemente und integriertes Insektennetz vorne.
- Weniger aerodynamisch als Aero-Helme
Offene Bauweise priorisiert Belüftung statt „Aero-Look“. - Bei Kälte/Schlechtwetter teils zu luftig
Kann bei Wind, Regen und längeren Abfahrten kühl werden (Stirnband/Helmmütze hilft).
Gewicht
Das Gewicht ist beim Giro Isode MIPS II genau so, wie man es von einem preiswerten Allround-Helm erwartet: nicht ultraleicht wie ein High-End-Race-Modell, aber leicht genug, dass er im Alltag und auf längeren Touren nicht störend auffällt. Auf dem Foto siehst du das gemessene Testgewicht von 279g – und genau dieser Wert zeigt gut, dass Giro hier eher auf ein solides Gesamtpaket aus Komfort, Schutz und Belüftung setzt, statt jedes Gramm zu jagen.

Sicherheitsfeatures (MIPS) und Innenansicht
Sicherheit ist bei einem Rennradhelm mehr als nur ein Punkt auf dem Datenblatt – und der Giro Isode MIPS 2 macht hier einen überzeugend unaufgeregten Job. Er nutzt eine MIPS-Lösung (Evolve Core), die darauf ausgelegt ist, bei bestimmten Sturzszenarien Rotationskräfte zu reduzieren. Im Fahralltag fällt davon nichts negativ auf: nichts klappert, nichts wirkt „lose“, das System bleibt angenehm unauffällig – genau so, wie man es sich wünscht.

Was den Gesamteindruck angeht, wirkt der Helm insgesamt vertrauenswürdig und alltagstauglich: Der Sitz lässt sich schnell sauber einstellen, die Schale macht einen stabilen Eindruck und die Polsterung trägt sich angenehm. Er fühlt sich nicht wie ein superfiligraner „nur fürs Rennen“-Helm an, sondern eher wie ein robuster, verlässlicher Begleiter für Training, Pendeln und Schlechtwetter-Runden.
Auf dem Rennrad zählen die kleinen Dinge. Beim Giro Isode MIPS sind das vor allem die einfachen, praxisnahen Basics: Das Roc Loc Sport-Drehrad lässt sich schnell nachstellen, die Polster sind auf unkomplizierten Komfort ausgelegt, und Details wie Reflektoren sowie ein Insektenschutz an den vorderen Lufteinlässen passen gut zum Trainings- und Alltagsfokus.
Was mir dabei (und auch dir im Test) auffällt: Eine wirklich saubere Brillenablage/„Brillengarage“ ist beim Isode II MIPS kein Thema – sie wird weder als Feature beworben noch gehört sie zu den typischen Stärken des Modells. Entsprechend wirkt das „Parken“ der Brille in den Öffnungen eher wie ein Kompromiss und nicht wie eine sichere, dafür gemachte Lösung.
Wenn du genau so ein Feature wichtig findest, ist ein Helm aus der Aero-/Race-Ecke oft passender – z. B. im Vergleich der Specialized Propero 4 (mit Fokus auf Aero-Form und Brillenlösung): https://rennradguru.de/specialized-propero-4-test/
Verschluss & Riemensystem
Beim Giro Isode MIPS 2 setzt Giro auf ein klassisches Ratschen-/Clip-System (Steckverschluss) am Kinnriemen: Du führst die beiden Teile zusammen, bis sie hörbar einrasten – zum Öffnen drückst du die seitlichen Laschen und ziehst den Verschluss auseinander. Das funktioniert auch mit kalten Fingern oder bei Regen zuverlässig und ist im Alltag angenehm unkompliziert.

Die Riemenlänge stellst du wie üblich über die Gurtstraffer ein, und an den Seiten sorgen die Y-Splitter dafür, dass die Riemen sauber um die Ohren laufen. Einmal passend eingestellt, bleibt das System stabil und verstellt sich nicht ständig – genau das, was man von einem unkomplizierten Trainings- und Alltagshelm erwartet.
Kaufentscheidung: wann der Giro Isode MIPS 2 der richtige Helm ist
Der Giro Isode MIPS passt besonders gut, wenn du einen preiswerten, unkomplizierten Helm suchst, der im Alltag einfach funktioniert – für Training, Pendeln, Gravelrunden und lange Ausfahrten. Er macht Sinn für Fahrer, die gute Belüftung, einen schnell einstellbaren Sitz und MIPS als Sicherheits-Plus wollen, ohne direkt in die Premium-Klasse zu greifen. Gerade wenn du eher „fahren statt fummeln“ willst, ist das Konzept stimmig.
Wenn du dagegen sehr viel bei Kälte, starkem Wind und Dauerregen unterwegs bist, kann die offene Bauweise auch mal zu kühl wirken – dann hilft zwar eine dünne Helmmütze, aber ein geschlossenerer Helm wäre von Haus aus wärmer. Und wenn dir Aero-Form oder eine echte Brillenablage wichtig sind, passt ein aero-orientiertes Modell besser
Bewertung
Fazit
Im Produkttest überzeugt der Giro Isode MIPS vor allem als unkomplizierter Trainings- und Alltagshelm: gut belüftet, angenehm zu tragen und mit MIPS-Sicherheitsplus, ohne dass man dafür tief in die Tasche greifen muss. Seine größte Stärke ist dieses ehrliche Gesamtpaket: kein High-End-Race-Helm und auch kein Aero-Spezialist, dafür ein Modell, das man einfach gerne aufsetzt – besonders, wenn man viel fährt und einen Helm sucht, der zuverlässig funktioniert.
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (manchmal unter 100 €).
- Sehr gute Belüftung – schwitzt am Kopf kaum, auch wenn man Druck macht.
- MIPS-Sicherheitsplus für ein gutes Schutzgefühl.
- Einfacher, stabiler Sitz dank Drehrad-System.
- Weniger geeignet als „Brillen-Helm“ (keine echte Brillengarage).
Der Giro Isode MIPS II ist ein preiswerter Allround-Helm für Training, Alltag und Gravelrunden. Er trägt sich angenehm, ist spürbar gut belüftet und bringt mit MIPS ein sinnvolles Sicherheits-Plus mit. Perfekt, wenn du viel Helm fürs Geld suchst – weniger ideal, wenn du eine echte Brillenablage brauchst.
- Preis-Leistung: oft günstig, manchmal unter 100 €.
- MIPS-Schutz: Sicherheits-Plus für den Alltag.
- Belüftung: sehr luftig, schwitzt am Kopf kaum.
- Einfach & stabil: Drehrad-Fit-System sitzt zuverlässig.
- Brille: keine echte Brillengarage – Brille lässt sich nicht sauber parken.
- Schlechtwetter/Kälte: durch die Offenheit teils zu kalt (Abfahrten/Wind/Regen).



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