Der iGPSPORT BSC500
Ein moderner Fahrradcomputer soll heute deutlich mehr können, als nur Geschwindigkeit und Strecke anzuzeigen. Navigation, Trainingssteuerung, Sensorintegration, Kartenansicht und automatische Uploads gehören inzwischen fast schon zur Grundausstattung.
Genau hier setzt der iGPSPORT BSC500 an. Er besitzt ein großes Farbdisplay mit Touchbedienung, physische Tasten, Offline-Karten, Sprachansagen, eine elektronische Klingel sowie eine automatische Neuberechnung der Route. Der Hersteller bewirbt außerdem Dualband-GNSS, iClimb 2.0 und eine Akkulaufzeit von bis zu 25 Stunden beziehungsweise bis zu 35 Stunden im Energiesparmodus.
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Der iGPSPORT BSC500 bietet ein sehr kontrastreiches Display, zuverlässiges GPS und eine umfangreiche Sensorunterstützung. Besonders angesichts des attraktiven Preises ist das Gesamtpaket stark. Abzüge gibt es für das teilweise fragwürdige Rerouting, fehlende Strava Live Segmente, schwache Wetterdaten und eingeschränkte Radar-Funktionen.
In meinem iGPSPORT BSC500 Test musste sich der Radcomputer nicht nur im normalen Trainingsalltag beweisen. Ich habe ihn mit Herzfrequenzsensor, Leistungsmesser, Radar und Shimano Di2 verbunden, die Navigation getestet und die Akkulaufzeit bei maximaler Displayhelligkeit hochgerechnet.
Das Ergebnis ist ein Fahrradcomputer mit einem erstaunlich starken Display und vielen gut umgesetzten Funktionen. Gleichzeitig fehlen ihm einige Details, die man von teureren Garmin-Modellen kennt.
Display: für mich auf Garmin-Edge-850-Niveau
Im iGPSPORT BSC500 Test erwies sich das Display als eine der größten Stärken des Fahrradcomputers. Im direkten Vergleich mit dem Garmin Edge 850 habe ich bei der grundsätzlichen Darstellungsqualität ehrlich gesagt kaum Unterschiede wahrgenommen. Wie sich das Garmin-Modell im Detail schlägt, erfährst du in meinem ausführlichen Garmin Edge 850 Test.

Der BSC500 wirkt teilweise sogar etwas kontrastreicher. Datenfelder, Karten und farbliche Hervorhebungen lassen sich sehr gut erkennen. Gerade während der Fahrt ist das wichtig, weil ein Fahrradcomputer nicht nur auf dem Schreibtisch gut aussehen, sondern auch bei wechselnden Lichtverhältnissen schnell ablesbar bleiben muss.

Der Bildschirm misst laut Hersteller 3,3 Zoll und kombiniert Touchbedienung mit physischen Tasten.
Positiv gefällt mir außerdem, dass sich auf der Navigationsseite bis zu sechs Datenfelder zusammen mit der Karte darstellen lassen. Beim Garmin Edge 850 sind in Verbindung mit der Karte nur zwei zusätzliche Datenfelder möglich. Wer während der Navigation gleichzeitig Leistung, Herzfrequenz, Geschwindigkeit und weitere Werte sehen möchte, bekommt beim BSC500 daher mehr Informationen auf eine Seite.

Auch optisch erinnert das Gerät an den Garmin Edge 850. Die Form wirkt modern, hochwertig und deutlich weniger nach günstigem Einsteigercomputer, als es der Preis vermuten lässt.

Touchscreen und Bedienung
Der Touchscreen reagierte in meinem Test gut und setzte Eingaben zuverlässig um. Auch mit Handschuhen ließ sich der BSC500 überraschend ordentlich bedienen.
Bei Regen zeigen sich allerdings die typischen Nachteile eines Touchscreens. Wassertropfen können Eingaben erschweren oder unbeabsichtigte Reaktionen auslösen. Das ist kein spezielles Problem des BSC500, sondern betrifft auch viele andere Fahrradcomputer mit Touchbedienung.

Die physischen Tasten sind dabei nur eingeschränkt hilfreich. In meinem Test konnte ich damit zwar die Aufzeichnung pausieren, eine vollständige Navigation durch die Menüs war jedoch nicht möglich. Die Datenseiten ließen sich bei mir über die verbundenen Di2-Tasten wechseln. Fällt die Touchbedienung durch starken Regen praktisch aus, bleiben die Einstellungs- und Menüfunktionen des Fahrradcomputers daher nur eingeschränkt erreichbar.
Die Menüführung selbst ist insgesamt verständlich und übersichtlich. Besonders gut gefällt mir die Darstellung während strukturierter Trainingseinheiten. Ein Balken zeigt deutlich an, ob man sich innerhalb des vorgesehenen Wattbereichs befindet. Dadurch ist sofort erkennbar, ob die aktuelle Leistung zu niedrig, passend oder zu hoch ist.
Beim GPS-Empfang hatte ich im Test keine Probleme. Das Signal war zuverlässig vorhanden und blieb auch in bewaldeten Abschnitten stabil.
Das passt grundsätzlich zum technischen Konzept des BSC500. Der Hersteller gibt ein Dualband-GNSS-System sowie Offline-Karten mit Abbiegehinweisen, Zurück-zum-Start-Funktion und automatischer Routenneuberechnung an.



Auch Abweichungen von einer geplanten Strecke erkannte der BSC500 relativ schnell. Die Neuberechnung startete zügig, sodass man nicht lange ohne Führung weiterfahren musste.

Die Qualität des Reroutings war allerdings nicht immer überzeugend. Mehrfach schlug der Radcomputer massive Umwege vor, die aus meiner Sicht wenig sinnvoll und nicht wirklich durchdacht wirkten. Die schnelle Neuberechnung ist daher zwar positiv, der daraus entstehende Routenvorschlag muss aber nicht automatisch die beste Lösung sein. Gerade in unbekannten Regionen würde ich den neuen Routenvorschlag deshalb nicht blind übernehmen, sondern kurz auf der Karte kontrollieren, ob die vorgeschlagene Strecke sinnvoll erscheint.
Steigungen
Im iGPSPORT BSC500 Test hat mir besonders die farbliche Darstellung der bevorstehenden Anstiege gefallen. Das Höhenprofil wirkt optisch ansprechend und bleibt trotz der vielen eingeblendeten Informationen übersichtlich. Unterschiedlich steile Abschnitte lassen sich anhand der Farben schnell erkennen. Zusätzlich zeigt der BSC500 die Distanz bis zum höchsten Punkt, die verbleibenden Höhenmeter, die aktuelle Steigung und die Geschwindigkeit an. Dadurch konnte ich meine Leistung bei längeren oder unbekannten Anstiegen besser einteilen.

Routenplanung nur über die App
Ein klarer Kritikpunkt ist die eingeschränkte Routenplanung direkt auf dem Gerät. Neue Routen müssen über die iGPSPORT-App vorbereitet beziehungsweise übertragen werden.
Eine freie Planung direkt auf dem Fahrradcomputer ist nicht möglich. Wer unterwegs spontan ein neues Ziel eingeben oder eine umfangreichere Route direkt am Fahrradcomputer erstellen möchte, stößt daher an Grenzen.



Für Fahrer, die ihre Strecken ohnehin vor jeder Ausfahrt in einer App oder auf einer anderen Plattform planen, ist das weniger problematisch. Wer dagegen möglichst unabhängig vom Smartphone navigieren möchte, erhält bei höherpreisigen Geräten teilweise mehr Möglichkeiten.
Die iGPSPORT-App selbst erfüllt ihren Zweck und bietet neben der Routenübertragung auch Möglichkeiten zur Anpassung von Datenseiten und Trainings.
Sprachansagen und elektronische Klingel
Die Sprachansagen funktionierten in meinem iGPSport BSC500 Test immer zuverlässig. Navigationshinweise wurden verständlich wiedergegeben und halfen dabei, den Blick häufiger auf der Straße zu lassen.
Gerade in unübersichtlichen Bereichen ist das angenehm. Man muss nicht vor jeder Kreuzung dauerhaft auf den Bildschirm schauen, sondern wird zusätzlich akustisch auf die nächste Richtungsänderung hingewiesen. Sprachgeführte Navigation und die elektronische Klingel gehören zu den offiziell beworbenen Funktionen des BSC500.
Die integrierte elektronische Klingel ist dagegen eher ein nettes Zusatzfeature. Wie bei vielen anderen Fahrradcomputern ist sie aus meiner Sicht zu leise. Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer nehmen den Ton häufig erst spät wahr.
Als vollwertigen Ersatz für eine klassische Fahrradklingel würde ich sie daher nicht betrachten. In ruhiger Umgebung kann sie hilfreich sein, bei Wind, Verkehrslärm oder größeren Abständen fehlt ihr aber die nötige Lautstärke.
Sensoren: Leistungsmesser, Herzfrequenz, Radar und Di2
Die Sensorintegration funktionierte im Test sehr gut. Ich konnte einen Herzfrequenzsensor, einen Leistungsmesser, ein Radar sowie Shimano Di2 problemlos verbinden.
Selbst das Garmin RCT716 wurde vom iGPSPORT BSC500 erkannt und funktionierte grundsätzlich. Der Hersteller nennt Unterstützung für verschiedene Sensorarten, darunter Herzfrequenz, Leistung, Trittfrequenz, Geschwindigkeit, Radar und Smart-Trainer.

Besonders positiv war die Verbindung mit Shimano Di2. Die Schaltung ließ sich ohne Schwierigkeiten koppeln. Anschließend konnte ich die Datenseiten über die Tasten an den Hoods wechseln, ohne die Hände vom Lenker nehmen zu müssen.
Das ist im Fahralltag deutlich angenehmer als ständiges Wischen auf dem Display. Vor allem während schneller Abschnitte oder auf schlechten Straßen erhöht die Bedienung über die Schalthebel den Komfort.
Radar-Unterstützung mit Einschränkungen
Obwohl sich mein Radar problemlos verbinden ließ, fehlen dem BSC500 einige weiterführende Informationen.
Annähernde Fahrzeuge werden grundsätzlich angezeigt. Der BSC500 stellt jedoch weder deren ungefähre Entfernung noch die Geschwindigkeit dar. Bei Garmin-Geräten lassen sich solche Zusatzinformationen teilweise über passende Connect-IQ-Anwendungen einblenden, was meiner Meinung nach ein riesen Vorteil für Garmin ist..

Für die grundlegende Warnfunktion reicht die Darstellung des BSC500 aus. Man erkennt, dass sich von hinten ein Fahrzeug nähert und wie viele Fahrzeuge erfasst wurden. Wer jedoch möglichst detaillierte Radarwerte sehen möchte, bekommt bei Garmin ein umfangreicheres System.
Positiv bleibt, dass selbst das Garmin RCT716 grundsätzlich mit dem iGPSPORT verbunden werden konnte. Gerade bei markenübergreifender Hardware ist das keine Selbstverständlichkeit.
Fehlende Windanzeige und schwache Wetterdaten
Einer meiner größten Kritikpunkt im iGPSPORT BSC500 Test ist die fehlende Windanzeige. Gerade auf dem Rennrad sind Windrichtung und Windgeschwindigkeit interessante Informationen, weil sie Tempo, Leistung und die empfundene Belastung stark beeinflussen. Beim BSC500 konnte ich keine sinnvolle Winddarstellung nutzen. Auch die allgemeinen Wetterdaten sind aus meiner Sicht unzureichend beziehungsweise kaum vorhanden.
Hier hat Garmin dank Garmin Connect und zusätzlichen Apps die Nase klar vorne.
Für viele Freizeitradsportler dürfte das kein entscheidendes Problem sein. Wer jedoch gerne Wetterinformationen direkt auf dem Fahrradcomputer sieht oder Trainingsdaten im Zusammenhang mit Windbedingungen bewertet, wird diese Funktion vermissen.
Dieser Punkt hat meine Gesamtbewertung deutlich beeinflusst.
Strukturierte Trainings in der iGPSPORT-App
Trainings lassen sich direkt in der iGPSPORT-App erstellen. Die Einrichtung wirkt intuitiv und ist auch ohne lange Einarbeitung verständlich.
Einzelne Trainingsabschnitte können nach Dauer, Leistung oder anderen Zielwerten aufgebaut werden. Während der Einheit zeigt der BSC500 den vorgesehenen Intensitätsbereich übersichtlich an.


Besonders gelungen finde ich den farblichen beziehungsweise grafischen Balken für den Wattbereich. Man erkennt sehr schnell, ob man innerhalb der Zielzone fährt. Dadurch muss man nicht ständig kleine Zahlen vergleichen.
Der BSC500 ist damit nicht nur für Navigation und normale Touren geeignet, sondern kann auch für strukturierteres Training mit Leistungsmesser eingesetzt werden.
Strava-Upload funktioniert, Live Segmente fehlen
Nach der Fahrt wurden meine Aktivitäten problemlos automatisch zu Strava hochgeladen. Der Ablauf war unkompliziert und erforderte nach der erstmaligen Einrichtung keine zusätzlichen Schritte.
Sobald der Radcomputer mit der App synchronisiert war, wurde die Aktivität übertragen. Für den normalen Trainingsalltag funktioniert die Verbindung daher gut.
Strava Live Segmente werden allerdings nicht unterstützt. Wer während der Fahrt live sehen möchte, wie er im Vergleich zur persönlichen Bestzeit oder zu anderen Fahrern auf einem Segment liegt, muss auf diese Funktion verzichten.
Für ambitionierte Strava-Nutzer kann das ein deutlicher Nachteil sein. Wer Strava hauptsächlich zur späteren Auswertung und Dokumentation verwendet, dürfte mit dem automatischen Upload dagegen zufrieden sein.
Akkulaufzeit im Praxistest
iGPSPORT nennt offiziell eine Akkulaufzeit von bis zu 25 Stunden im normalen Betrieb und bis zu 35 Stunden im Energiesparmodus. Solche Herstellerangaben werden jedoch meist unter günstigeren Bedingungen ermittelt.
In meinem Test hatte ich mehrere Sensoren verbunden und die Displayhelligkeit auf die höchste Stufe eingestellt. Unter diesen Bedingungen ergab die Hochrechnung eine Laufzeit von rund 13 Stunden und 3 Minuten.

Das liegt deutlich unter der offiziellen Maximalangabe, ist angesichts der hohen Helligkeit und der vielen verbundenen Sensoren aber absolut in Ordnung. Für normale Trainingsrunden, Tagestouren und den täglichen Einsatz reicht die Laufzeit problemlos aus.
Wer längere Touren fährt, kann die Helligkeit reduzieren oder Energiesparfunktionen nutzen. Dadurch dürfte sich die Laufzeit spürbar verlängern.
Für Freizeitradsportler sehe ich beim Akku daher keinen gravierenden Schwachpunkt.
Gewicht und Garmin-kompatible Halterung
Mein Testgerät brachte 106 Gramm auf die Waage. Damit ist der BSC500 kein besonders leichter Mini-Radcomputer, wirkt am Lenker aber auch nicht übermäßig schwer.

Ein wichtiger Vorteil ist die Kompatibilität mit normalen Garmin-Halterungen. Ich musste an meinem Aero-Lenker keine neue Aufnahme montieren, sondern konnte die bereits vorhandene Garmin-Mount-Halterung weiterverwenden.
Das spart Zeit und verhindert zusätzlichen Kabelbinder- oder Adapteraufwand am Cockpit.
Je nach Lieferumfang kann eine Halterung fehlen. Für manche Käufer ist das ein Kritikpunkt. Wer bereits eine Garmin-kompatible Aufnahme besitzt, kann den BSC500 dagegen direkt einsetzen.

Musiksteuerung
Im iGPSPORT BSC500 Test erwies sich auch die integrierte Musiksteuerung als praktische Zusatzfunktion. Über den Fahrradcomputer lassen sich die Wiedergabe starten oder pausieren sowie der vorherige und der nächste Titel auswählen. Dadurch muss das Smartphone während der Fahrt nicht aus der Tasche genommen werden. Die Bedienoberfläche ist übersichtlich gestaltet und die großen Schaltflächen sind gut erkennbar. Voraussetzung ist allerdings, dass das Smartphone verbunden und die Musikwiedergabe dort bereits gestartet ist. Für längere Ausfahrten ist die Funktion eine angenehme Ergänzung, auch wenn sie für mich nicht zu den wichtigsten Eigenschaften eines Fahrradcomputers gehört.

Vorteile und Nachteile
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Sehr gutes und kontrastreiches Display
Für mich auf dem Niveau des Garmin Edge 850. -
Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
Der aktuelle Preis ist angesichts des Funktionsumfangs kaum zu schlagen. -
Zuverlässiger GPS-Empfang
Auch in bewaldeten Abschnitten blieb das Signal stabil. -
Umfangreiche Sensorunterstützung
Herzfrequenz, Leistungsmesser, Radar und Di2 ließen sich problemlos verbinden. -
Garmin-Halterungen kompatibel
Eine vorhandene Garmin-Mount-Aufnahme kann weiterverwendet werden. -
Sechs Datenfelder mit Karte
Auf der Navigationsseite lassen sich viele wichtige Werte gleichzeitig anzeigen. -
Gute Trainingsdarstellung
Der Zielbereich für die Leistung wird übersichtlich dargestellt. -
Zuverlässige Sprachansagen
Navigationshinweise funktionierten im Test ohne Probleme. -
Automatischer Strava-Upload
Aktivitäten wurden nach der Fahrt zuverlässig übertragen.
-
Teilweise fragwürdiges Rerouting
Manche Routenvorschläge führten zu unnötig großen Umwegen. -
Keine Routenplanung am Gerät
Neue Routen müssen über die App vorbereitet werden. -
Keine Strava Live Segmente
Live-Vergleiche auf Segmenten werden nicht unterstützt. -
Keine Windanzeige
Windrichtung und Windgeschwindigkeit fehlen. -
Schwache Wetterinformationen
Wetterdaten sind kaum beziehungsweise nicht sinnvoll nutzbar. -
Radar nur mit Basisinformationen
Geschwindigkeit und Entfernung der Fahrzeuge werden nicht angezeigt. -
Elektronische Klingel zu leise
Andere Verkehrsteilnehmer hören sie häufig erst spät. -
Touchscreen bei Regen
Bei Nässe treten die üblichen Probleme einer Touchbedienung auf.
Technische Daten und Testwerte
| Gerätetyp | GPS-Fahrradcomputer mit Navigation |
|---|---|
| Display | 3,3-Zoll-Farbdisplay |
| Bedienung | Touchscreen und physische Tasten |
| Gewicht im Test | 107 g |
| Satellitensystem | Dualband-GNSS |
| Navigation | Offline-Karten, Abbiegehinweise und Rerouting |
| Sprachansagen | Ja |
| Elektronische Klingel | Ja |
| Sensoren im Test | Herzfrequenz, Leistungsmesser, Radar und Shimano Di2 |
| Garmin-Halterung kompatibel | Ja |
| Strava-Upload | Automatisch nach der Synchronisierung |
| Strava Live Segmente | Nein |
| Akkulaufzeit im Test | Hochgerechnet etwa 13 Stunden und 3 Minuten bei maximaler Helligkeit und mehreren Sensoren |
Für wen ist der iGPSPORT BSC500 geeignet?
Der BSC500 passt besonders gut zu Rennradfahrern, die einen großen und modernen GPS-Fahrradcomputer suchen, aber nicht den Preis eines aktuellen Garmin-Spitzenmodells zahlen möchten.
Er ist eine gute Wahl, wenn du:
- ein sehr gut ablesbares und kontrastreiches Display möchtest,
- Navigation mit Offline-Karten und Sprachansagen suchst,
- Herzfrequenz, Leistungsmesser, Radar oder Di2 verbinden willst,
- strukturierte Trainingseinheiten absolvieren möchtest,
- bereits eine Garmin-kompatible Halterung besitzt,
- viele Datenfelder zusammen mit der Karte anzeigen möchtest,
- deine Fahrten automatisch zu Strava übertragen willst.
Weniger passend ist er, wenn dir Strava Live Segmente, umfangreiche Wetterinformationen, eine Windanzeige oder besonders detaillierte Radarwerte wichtig sind. Auch für Fahrer, die neue Routen vollständig direkt auf dem Gerät planen möchten, gibt es geeignetere Alternativen.
Für preisbewusste Freizeitradsportler bietet der BSC500 dennoch ein bemerkenswert umfangreiches Gesamtpaket.
Kaufentscheidung: Wann ist der BSC500 der richtige Fahrradcomputer?
Der iGPSPORT BSC500 ist vor allem dann interessant, wenn du möglichst viel Ausstattung für dein Geld bekommen möchtest.
Das Display ist aus meiner Sicht auf Garmin-Niveau und wirkt teilweise sogar kontrastreicher. GPS, Sprachansagen, Sensorverbindungen, Di2-Steuerung und Strava-Upload funktionierten im Test zuverlässig. Auch die Möglichkeit, sechs Datenfelder gemeinsam mit der Karte darzustellen, ist im Fahralltag ein echter Vorteil.
Die Schwächen liegen hauptsächlich in den Details. Das Rerouting führte teilweise zu fragwürdigen Umwegen, Wetter- und Winddaten fehlen, und die Radar-Anzeige bleibt hinter den Möglichkeiten von Garmin zurück. Hinzu kommen die fehlenden Strava Live Segmente und die auf die App beschränkte Routenplanung.
Wer diese Funktionen nicht benötigt und einen günstigen Fahrradcomputer mit starkem Display sucht, bekommt mit dem BSC500 dennoch sehr viel fürs Geld.
Bewertung
Fazit zum iGPSPORT BSC500 Test
Der iGPSPORT BSC500 hat im Test vor allem mit seinem sehr guten Display, dem zuverlässigen GPS-Empfang und der umfangreichen Sensorunterstützung überzeugt. Für mich liegt die Darstellungsqualität auf dem Niveau des Garmin Edge 850, wobei das Display des BSC500 teilweise sogar kontrastreicher wirkt.
Herzfrequenzsensor, Leistungsmesser, Radar und Shimano Di2 ließen sich problemlos verbinden. Auch der automatische Strava-Upload, die Sprachansagen und die Bedienung über die Di2-Hood-Tasten funktionierten zuverlässig. Das moderne Design und die Kompatibilität mit Garmin-Halterungen runden das positive Gesamtbild ab.
Deutliche Abzüge gibt es für das teilweise wenig durchdachte Rerouting, die fehlende Windanzeige, schwache Wetterdaten und die eingeschränkte Radar-Darstellung. Hinzu kommen fehlende Strava Live Segmente und die Tatsache, dass Routen nur über die App geplant werden können.
Die hochgerechnete Akkulaufzeit von rund 13 Stunden bei maximaler Helligkeit und mehreren verbundenen Sensoren ist für den täglichen Einsatz und normale Tagestouren völlig ausreichend.
Mit 6,5 von 10 Punkten ist der BSC500 kein perfekter Radcomputer. Für Sparfüchse und Freizeitradsportler, die ein hervorragendes Display und viele Funktionen zu einem sehr attraktiven Preis suchen, ist er aber definitiv einen Blick wert.
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