Extreme Leuchtpower: Lupine SL Grano im Test

Mit der SL Grano bringt Lupine eine Fahrradlampe an den Start, die klar auf sportliche Einsätze ausgelegt ist. Der fest integrierte Akku, das schlanke Design und die Montage per GoPro-Interface machen sie besonders für Rennrad- und Gravel-Setups interessant. Nachdem die Lampe auf der Eurobike bereits viel Neugier geweckt hatte, haben wir sie nun auch noch selbst in der Praxis ausprobiert und getestet.

Benjamin-Binder-von-Rennradguru.de
Veröffentlicht am 29. März 2026
Lupine SL Grano am Canyon Aeroad im Praxistest bei Dämmerung, montiert unter einem Garmin-Frontmount am Rennradlenker

Anzeige / bezahlter Beitrag. Dieser Beitrag enthält außerdem Affiliate-Links (mit „*“ oder „>“ gekennzeichnet)

Lupine SL Grano

Rennradguru Praxistest

Kompakte StVZO-Frontlampe für Rennrad und Gravelbike

Unsere Bewertung
9,1 / 10
Sehr gut
Lichtkegel der Lupine SL Grano auf einer dunklen Straße 1 / 3

Die Lupine SL Grano überzeugt im Praxistest mit einem sehr starken, breiten Lichtbild, hochwertiger Verarbeitung und einer besonders sauberen Integration unter dem Fahrradcomputer.

Leistung bis 900 lm
Gewicht 172 g*
Zulassung StVZO
Laden USB-C

Das gefällt uns

  • Sehr starke und breite Ausleuchtung
  • Hochwertiges, robustes Gehäuse
  • Aufgeräumte Montage am Cockpit
  • Während der Fahrt per Powerbank nutzbar

Das solltest du wissen

  • Vergleichsweise hoher Preis
  • Je nach Cockpit zusätzliche Halterung nötig
„Eine der überzeugendsten Kombinationen aus Ausleuchtung, Verarbeitung und sauberer Cockpit-Integration.“

* Von Rennradguru nachgewogen. Messwerte können je nach Halterung und Produktversion leicht abweichen.

Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir möglicherweise eine Provision. Für dich bleibt der Preis unverändert.

Lupine hat sich in der Bikeszene längst einen Namen gemacht, wenn es um hochwertige Fahrradlampen geht. Umso gespannter waren wir auf die SL Grano, die auf der diesjährigen Eurobike vorgestellt wurde. Vor allem die kompakte Bauform, die versprochene Leistung und die gewohnt hohe Lupine-Qualität machen sie interessant. Also haben wir nicht lange gefackelt, die Lampe unters Gravelbike geschraubt und sie dort getestet, wo sie zeigen muss, was sie kann: draußen, bei Kälte und in echter Dunkelheit.

Eckdaten der Lupine SL Grano

Leuchtkraft 900 Lumen
Helligkeit 110 Lux
Reichweite bis zu 230 Meter
Aufladung per USB-C
Akku-Kapazität 17 Wh / 2,3 Ah
Ladedauer 3,5 Stunden
Leuchtstufen Tagfahrmodus, zweifach Abblendlicht, Eco-Modus
Leuchtdauer bis zu 1 Stunde 40 Minuten in der höchsten Stufe
Sensoren Umgebungslichtsensor
Gewicht 172 g (nachgewogen)
Wasserdicht nach IPX6
Preis ab 200 Euro

Ausleuchtung (Video Praxistest)

Bei der Ausleuchtung hat die Lupine SL Grano im Praxistest einen richtig starken Eindruck hinterlassen. Die Lampe wirkt auf der Straße nicht nur hell, sondern vor allem sehr souverän in der Art, wie sie den Bereich vor dem Rad ausleuchtet: Der Lichtkegel ist breit genug, um gerade auf dem Gravelbike auch den Randbereich gut mitzunehmen, und gleichzeitig weit genug, um bei höherem Tempo auf dem Rennrad früh genug zu sehen, was vor einem liegt. Dass dieser Eindruck nicht täuscht, zeigen auch die offiziellen Eckdaten mit 900 Lumen, 110 Lux und einer angegebenen Reichweite von bis zu 230 Metern. Das folgende Video habe ich mit meinem Iphone gemacht und ist unbearbeitet.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit der Lupine SL Grano ist ideal für sportliche Anwendungen und variiert je nach Leuchtmodus zwischen 1:45 Stunden und 12 Stunden. In der Praxis entsprechen die etwa 1 Stunde und 40 Minuten auf höchster Stufe den Erwartungen, wobei niedrige Temperaturen die Laufzeit beeinflussen können. Die seitliche Statusanzeige mit zwei LEDs zeigt den Leuchtmodus und den Akkustand an: grün für 100 bis 66 Prozent, gelb für 65 bis 31 Prozent, rot für 30 bis 16 Prozent und blinkend rot für 15 bis 0 Prozent, was eine Aufforderung zum Nachladen darstellt. Darüber hinaus gibt es eine Notfall-Reserve, bei der die LEDs rot und blau blinken, was die Akkustandskontrolle im Fahralltag erleichtert.

Modus Leistung Akkulaufzeit
Tagfahrlicht 1,5 W 12:00 h
Eco-Modus 7 W 2:30 h
Fernlicht / höchste Stufe 10 W 1:45 h

Ladedauer & Laden während der Fahrt

Die Lupine SL Grano lässt sich nicht nur zuhause laden, sondern bei Bedarf auch unterwegs während der Fahrt. Im Test klappte das problemlos über eine Powerbank. Praktisch ist dabei, dass es von Lupine ein spezielles Ladekabel mit angewinkeltem Stecker gibt, das sich für den Einsatz am Bike deutlich besser eignet als ein normales, gerade abgehendes Kabel. Eine vollständige Ladung von 0 auf 100 Prozent dauert rund 3 Stunden und 30 Minuten, auf 80 Prozent kommt die Lampe nach etwa 2 Stunden und 45 Minuten. Gerade für längere Touren ist das ein echter Pluspunkt, weil sich die SL Grano so auch unterwegs unkompliziert nachladen oder direkt weiterbetreiben lässt.

Halterung (Nicht im Lieferumfang)

Die separat erhältliche Lupine-Halterung ist für die SL Grano aus meiner Sicht fast schon die eleganteste Art der Montage. Der Computer sitzt oben, die Lampe verschwindet sauber darunter — genau so, wie man es an einem modernen Rennrad- oder Gravel-Cockpit haben möchte. Weil die SL Grano direkt an der GoPro-Aufnahme befestigt werden kann, wirkt das Setup besonders aufgeräumt und deutlich hochwertiger als viele klassische Lenkerlösungen. Praktisch ist außerdem, dass Lupine je nach Einsatzbereich sowohl eine Variante für 31,8-mm-Rundlenker als auch für Aero-Cockpits anbietet.

Canyon Aeroad mit montierter Lupine SL Grano auf einer Landstraße bei Dämmerung im Praxistest

Gewicht

Mit 172 Gramm im nachgewogenen Test gehört die Lupine SL Grano nicht zu den allerleichtesten Frontlampen, bewegt sich für ihre Leistung aber in einem absolut stimmigen Bereich. Gerade mit Blick auf die starke Ausleuchtung, den integrierten Akku und das hochwertige Aluminiumgehäuse wirkt das Gewicht mehr als fair. Am Rennrad oder Gravelbike fällt die Lampe im Alltag deshalb kaum negativ auf.

Lupine SL Grano auf einer Waage im Test mit gemessenem Gewicht von 172 Gramm

Lupine SL Grano mit Garmin RearVue820 Rücklicht


Ich bin die Lupine SL Grano vorne zusammen mit dem Garmin RearVue 820 hinten gefahren und die Kombination hat im Test sehr gut funktioniert. Besonders praktisch: Beide Lichter sind StVZO-konform und damit eine spannende Lösung für alle, die ein sportliches, aber trotzdem straßenzugelassenes Setup am Rennrad oder Gravelbike suchen. Das Garmin RearVue 820 kann ich ebenfalls empfehlen, weil es zusätzlich die sehr hilfreichen Radar-Funktionen bietet — meinen ausführlichen Test dazu findest du hier: Garmin RearVue 820 Test.

Garmin RearVue 820 Radar am Canyon Aeroad mit Aero-Sattelstütze auf Feldweg bei Dämmerung.

Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Kompakte, formschöne Bauweise – passt optisch sehr gut an moderne Rennrad- und Gravel-Cockpits
  • Starke Leuchtkraft mit sehr guter Ausleuchtung – im Praxistest eine der hellsten Lampen im kompakten Format
  • Saubere Integration über GoPro-kompatible Halterungen – ideal unter dem Computer-Mount
  • Fest integrierter Akku mit USB-C-Ladefunktion – auch unterwegs per Powerbank nutzbar
  • StVZO-zugelassen – damit legal im Straßenverkehr einsetzbar
  • Hochwertige Verarbeitung – robustes, sehr sauber verarbeitetes Gehäuse
  • Seitliche Status-LEDs – Akkustand und Leuchtmodus schnell erkennbar
  • Praktischer Umgebungslichtsensor – automatischer Wechsel zwischen Tagfahrlicht und Nachtmodus
Nachteile
  • Hoher Preis für eine kompakte Frontlampe
  • Halterung nicht immer direkt im Lieferumfang enthalten – je nach Cockpit oft Zusatzlösung nötig

Bewertung

9.1Von 10

Ausleuchtung / Lichtbild 9.6
Leuchtkraft 9.4
Integration am Cockpit 9.5
Verarbeitung / Materialqualität 9.3
Akkulaufzeit 8.8
Bedienung & Statusanzeige 9.0
Laden & Powerbank-Nutzung 8.9
Montage / Halterungssystem 9.1
Preis-Leistungs-Verhältnis 8.3

Lupine SL Grano Kaufen

1
Lupine SL Grano am Canyon Aeroad im Praxistest

Lupine SL Grano

  • 900 Lumen / 110 Lux
  • StVZO-zugelassen
  • USB-C-Ladung
  • GoPro-kompatible Montage
  • 172 g (nachgewogen)
  • Bis zu 230 m Reichweite
  • Integrierter Akku

Die Lupine SL Grano ist eine kompakte und sehr hochwertig verarbeitete Fahrradlampe für Rennrad und Gravelbike. Im Test überzeugte sie vor allem mit starker Leuchtkraft, sauberer Cockpit-Integration und einer für die Größe beeindruckenden Ausleuchtung.

Vorteile
  • Sehr starke Ausleuchtung
  • Kompakte Bauform
  • Saubere Integration unterm Computer-Mount
  • StVZO-Zulassung
  • USB-C und Powerbank-Nutzung möglich
Nachteile
  • Hoher Preis
  • Halterung teils separat nötig


Fazit zum Lupine SL Grano Praxistest

Mit der SL Grano liefert Lupine eine Fahrradlampe, die besonders bei Ausleuchtung, Verarbeitung und Integration am sportlichen Cockpit überzeugt. Im Praxistest hinterließ das breite und weitreichende Lichtbild einen sehr starken Eindruck. Die kompakte Montage unter dem Fahrradcomputer sorgt außerdem für ein besonders aufgeräumtes Setup am Rennrad oder Gravelbike.

Die Akkulaufzeit ist angesichts der hohen Lichtleistung ordentlich. Für längere Touren ist es praktisch, dass sich die Lampe während der Fahrt über eine Powerbank laden und weiterbetreiben lässt.

Zu den Einschränkungen gehören der vergleichsweise hohe Preis und die je nach Cockpit zusätzlich benötigte Halterung. Unter den von Rennradguru bisher getesteten kompakten StVZO-Frontlampen bietet die Lupine SL Grano dennoch eine der überzeugendsten Kombinationen aus Ausleuchtung, hochwertiger Verarbeitung und sauberer Cockpit-Integration.

Rennradguru-Bewertung: 9,1 von 10 Punkten.

Das könnte dich auch interessieren...

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert