Zwift Ride V2: Mehr Bike-Fit, verstellbare Kurbeln und gleicher Preis

Das neue Zwift Ride V2 bringt mehr Möglichkeiten beim Bike-Fit: fünf einstellbare Kurbellängen, eine überarbeitete Sattelstütze und einen größeren Größenbereich. Der Preis für das Bundle mit Wahoo KICKR CORE 2 bleibt bei 1.199,99 Euro.

Benjamin-Binder-von-Rennradguru.de

Veröffentlicht am 9. September 2026

Zwift Ride V2 Titelbild

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Das Zwift Ride V2 ist da!

Zwift überarbeitet sein Indoor-Bike vor allem dort, wo beim bisherigen Modell noch Luft nach oben war: beim Bike-Fit. Ein kompakterer Rahmen, fünf einstellbare Kurbellängen und eine neue Sattelstütze sollen dafür sorgen, dass sich das Zwift Ride deutlich besser an unterschiedliche Fahrer anpassen lässt. Besonders interessant: Am Preis ändert sich trotz der Neuerungen nichts. Das komplette Zwift Ride V2 mit Wahoo KICKR CORE 2 kostet weiterhin 1.199,99 Euro. Für mich ist das vor allem deshalb spannend, weil das Zwift Ride damit nicht komplett neu erfunden wird. Stattdessen verbessert Zwift genau die Punkte, die bei einem fest installierten Indoor-Bike für viele Rennradfahrer entscheidend sind.

Zwift Ride V2: Preis, Ausstattung und Verfügbarkeit

Das Grundprinzip des Zwift Ride bleibt auch bei der zweiten Generation bestehen. Du bekommst einen speziell für das Indoor-Training entwickelten Rahmen, die Zwift-Controller, virtuelle Schaltung und im Komplettpaket den passenden Smart-Trainer. Die größten Änderungen betreffen nicht die Elektronik, sondern die Ergonomie.

Technische Daten
Zwift Ride V2 im Überblick
Preis mit Wahoo KICKR CORE 2 1.199,99 €  –  bei Zwift ansehen*
Fahrergröße ca. 146 bis 198 cm
Kurbellängen 160 / 165 / 170 / 172,5 / 175 mm
Kurbeln Serienmäßig verstellbar
Sattelstütze Größerer Verstellbereich vor/zurück
Smart Frame V2 einzeln 799,99 €  –  bei Zwift ansehen*
Virtuelle Schaltung ✓ Ja
Verfügbarkeit ● Ab sofort

Der Preis ist dabei wahrscheinlich eine der wichtigsten Nachrichten. Trotz der Überarbeitung bleibt das komplette Zwift Ride V2 auf dem bisherigen Preisniveau.

Fünf Kurbellängen statt einer festen Länge

Eine der größten Neuerungen des Zwift Ride V2 befindet sich an der Kurbel. Beim bisherigen Zwift Ride war die Kurbellänge fest vorgegeben. Beim neuen Modell kannst du zwischen 160, 165, 170, 172,5 und 175 mm wählen. Gerade für Rennradfahrer ist das ein wichtiges Update. Schließlich versuchen viele von uns, die Sitzposition auf dem Indoor-Bike möglichst ähnlich zum eigenen Rennrad einzustellen.

Wenn du draußen beispielsweise mit 165-mm-Kurbeln unterwegs bist, musst du dich beim Indoor-Training jetzt nicht mehr zwangsläufig auf eine andere Kurbellänge einstellen. Auch für Haushalte, in denen mehrere Personen das Zwift Ride verwenden, macht die zusätzliche Verstellbarkeit das System deutlich interessanter. Und kurze Kurbeln sind längst nicht mehr nur ein Thema für besonders kleine Fahrer. Immer mehr Rennradfahrer experimentieren bewusst mit kürzeren Kurbeln, um unter anderem den Hüftwinkel zu verändern oder eine bestimmte Sitzposition besser umsetzen zu können. Beim Ride V2 hast du dafür deutlich mehr Möglichkeiten als bisher.

Neuer Rahmen für Fahrer von 146 bis 198 cm

Zwift hat außerdem die Geometrie des Smart Frames angepasst. Das Zwift Ride V2 eignet sich laut Hersteller für Fahrer zwischen etwa 146 und 198 cm Körpergröße. Vor allem nach unten wurde der Einsatzbereich damit erweitert. Das dürfte insbesondere kleinere Fahrer freuen, für die sich die erste Generation nicht optimal einstellen ließ. Gleichzeitig bleibt das Konzept des Ride erhalten: Statt dein Rennrad jedes Mal in einen Smart-Trainer einzuspannen, bleibt das Zwift Ride dauerhaft aufgebaut. Das ist meiner Meinung nach einer der größten Vorteile eines solchen Systems. Schuhe anziehen, Zwift starten und losfahren – ohne Hinterrad auszubauen, Fahrrad einzuspannen oder ständig Einstellungen zu verändern. Gerade wer im Herbst und Winter mehrmals pro Woche auf Zwift trainiert, weiß diesen Komfort schnell zu schätzen.

Überarbeitete Sattelstütze mit mehr Verstellweg

Neben Rahmen und Kurbel hat Zwift auch die Sattelstütze des Zwift Ride V2 überarbeitet. Der Sattel lässt sich jetzt weiter nach vorne beziehungsweise hinten positionieren. Dadurch soll es leichter werden, die gewünschte Sitzposition zu erreichen. Das klingt zunächst nach einer kleinen Änderung, ist beim Bike-Fit aber durchaus relevant. Sattelhöhe allein reicht schließlich nicht aus, um eine gute Position auf dem Rad einzustellen. Auch der horizontale Abstand zwischen Sattel und Tretlager beziehungsweise Lenker spielt eine wichtige Rolle. Mit dem größeren Verstellbereich lässt sich das Ride V2 deshalb genauer an die persönliche Sitzposition anpassen.

Was bedeutet das für Besitzer des Zwift Ride V1?

Eine gute Nachricht gibt es auch für Besitzer der ersten Generation. Du musst nicht automatisch ein komplett neues Zwift Ride kaufen, nur um von einigen der Verbesserungen zu profitieren. Zwift möchte sowohl die verstellbaren Kurbeln als auch die neue Sattelstütze als Zubehör anbieten. Damit können bestehende Ride-Besitzer ihr Setup nachrüsten. Das finde ich deutlich sinnvoller, als Nutzer der ersten Generation für vergleichsweise kleine Ergonomie-Updates zum Kauf eines komplett neuen Systems zu zwingen. Wer bereits mit seinem bisherigen Ride zufrieden ist und gut darauf sitzt, hat ohnehin wenig Grund für einen vollständigen Wechsel. Wer dagegen Probleme mit Kurbellänge oder Sattelposition hatte, sollte sich die Upgrade-Teile genauer anschauen.
Das Zubehör findest du hier: 👉 Zwift Zubehör

Zwift Smart Frame V2 auch einzeln erhältlich

Interessant ist das Zwift Ride V2 außerdem für alle, die bereits einen kompatiblen Smart-Trainer besitzen. Der Zwift Smart Frame V2 soll einzeln 799,99 Euro kosten. Laut den mir als Zwift-Partner zur Verfügung gestellten Informationen ist der neue Rahmen weiterhin für das Zwift-Ready-Trainer-Ökosystem ausgelegt. Du bist damit also nicht grundsätzlich auf das Komplettpaket angewiesen. Das komplette Zwift Ride wird allerdings weiterhin zusammen mit dem Wahoo KICKR CORE 2 angeboten. Wer bei null startet und möglichst wenig über die Zusammenstellung des Setups nachdenken möchte, bekommt damit direkt ein vollständiges Indoor-System.

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Zwift bringt gleichzeitig neue Software-Funktionen

Das Zwift Ride V2 ist nur ein Teil der aktuellen Zwift-Neuheiten. Für die kommende Indoor-Saison bekommt auch die Software einige interessante Updates. Besonders spannend finde ich Watt Lock. Die Funktion soll es ermöglichen, während einer normalen freien Fahrt eine feste Leistung vorzugeben. Du kannst beispielsweise mit 200 Watt durch Watopia fahren und Zwift hält diese Leistung ähnlich wie im ERG-Modus konstant. Der Unterschied: Du musst dafür nicht erst ein strukturiertes Workout erstellen oder auswählen. Gerade für lockere Zone-2-Einheiten könnte Watt Lock ziemlich praktisch werden. Wer ein Zwift Ride, Zwift Click oder Zwift Play verwendet, soll die gewünschte Leistung direkt über die Controller verändern können. Watt Lock soll im Oktober erscheinen.

WHOOP lässt sich mit Zwift verbinden

Neu ist außerdem eine direkte WHOOP-Integration in Zwift. Zwift kann dabei den WHOOP Recovery Score berücksichtigen und persönliche Aktivitätsempfehlungen entsprechend anpassen. Wenn deine Erholung beispielsweise schlecht ist, können die Empfehlungen stärker darauf Rücksicht nehmen, statt dir einfach unabhängig von deiner Regeneration eine intensive Einheit vorzuschlagen. Für Sportler, die WHOOP ohnehin täglich verwenden, ist das eine interessante Verbindung zwischen Trainingsplattform und Recovery-Daten. Zusätzlich sollen Zwift-Aktivitäten später auch ausführlicher innerhalb der WHOOP-App erscheinen.

Neuer Zwift Homescreen und neue Companion App

Auch die Benutzeroberfläche wird überarbeitet. Der neue Zwift-Homescreen soll geplante Aktivitäten und den eigenen Trainingsfortschritt stärker in den Vordergrund stellen. Ein neues Progress-Widget zeigt unter anderem, wie weit du bei deinen Wochenzielen bist.

Auch die Zwift Companion App bekommt im Oktober eine überarbeitete Startseite. Das Ziel dahinter ist ziemlich klar: Zwift möchte nicht mehr nur zeigen, wo du heute fahren kannst, sondern stärker als zentrale Plattform für deine Trainingsplanung funktionieren.

Watopia bekommt rund 18 Kilometer neue Straßen

Und auch in der virtuellen Welt tut sich etwas. Am 26. Oktober wird Watopia um ungefähr 18 Kilometer neue Straßen erweitert. Die neuen Abschnitte sollen Jarvis mit dem Jungle verbinden. Außerdem ist eine flachere Alternative rund um den Epic KOM vorgesehen. Dazu kommen zwei neue Rundkurse, die speziell für Rennen interessant sein sollen.

Die neuen Straßen werden passend zur Tour of Watopia freigeschaltet. Die Tour läuft vom 5. Oktober bis zum 22. November. Wer im Winter ohnehin regelmäßig auf Zwift fährt, bekommt damit zumindest wieder ein paar neue Straßen zu entdecken – und muss nicht zum hundertsten Mal exakt dieselben Watopia-Runden fahren.

Erster Eindruck vom Zwift Ride V2

Das Zwift Ride V2 ist keine komplett neue Generation im klassischen Sinne. Zwift verändert weder das grundlegende Konzept noch versucht man, das gesamte Produkt neu zu erfinden. Stattdessen wurden vor allem die Schwächen beim Bike-Fit angegangen. Und genau das halte ich auf dem Papier für sinnvoll. Fünf Kurbellängen, ein größerer Einstellbereich am Sattel und die Unterstützung kleinerer Fahrer machen das Zwift Ride flexibler. Gleichzeitig bleibt der Preis des Komplettpakets mit 1.199,99 Euro unverändert. Für Neukäufer ist V2 damit ganz klar die interessantere Variante.

Wer bereits ein Zwift Ride besitzt, muss dagegen nicht sofort nervös werden: Kurbel und Sattelstütze sollen separat erhältlich sein und lassen sich damit nachrüsten. Einen vollständigen Praxistest des neuen Zwift Ride V2 habe ich aktuell noch nicht durchgeführt. Sobald ich die Möglichkeit habe, das neue Modell beziehungsweise die neuen Komponenten selbst ausführlich zu fahren, werde ich meine Erfahrungen hier auf Rennradguru.de ergänzen. Bis dahin ist vor allem eines klar: Das Zwift Ride wird nicht spektakulär neu erfunden – aber an einigen der richtigen Stellen verbessert.

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