CYCPLUS A3 Mini Test: Das Wichtigste in Kürze
Eine elektrische Fahrradpumpe für unterwegs muss kompakt sein, gleichzeitig aber genügend Akkureserve für mehrere Reifen bieten. Genau an diesem Punkt setzt die CYCPLUS A3 Mini an. Sie ist größer als die extrem kompakten Modelle der AS2-Serie, besitzt dafür aber einen deutlich größeren Akku.
In meinem CYCPLUS A3 Mini Test prüfe ich, wie gut dieses Konzept in der Praxis funktioniert. Dabei geht es nicht nur um die Pumpgeschwindigkeit, sondern auch um Akkulaufzeit, Druckgenauigkeit, Lautstärke, Hitzeentwicklung und die Frage, wie gut sich die Pumpe unterwegs transportieren lässt.
Viel Akkureserve für längere Touren: Die CYCPLUS A3 Mini kombiniert einen großen 2.000-mAh-Akku mit digitaler Druckanzeige, einstellbarem Zieldruck und automatischer Abschaltung. Damit ist sie besonders interessant für Rennrad-, Gravel- und Mountainbike-Fahrer, die mehr als nur eine einzelne Notfallfüllung benötigen.
- 2.000 mAh Akku für hohe Reichweite
- Bis 120 PSI / 8,3 Bar
- Zieldruck & Auto-Stopp
Die A3 Mini soll die Lücke zwischen einer ultrakompakten Notfallpumpe und einer größeren elektrischen Fahrradpumpe schließen. Sie ist noch klein genug, um auf einer Tour mitgenommen zu werden, bietet mit ihrem 2.000-mAh-Akku aber wesentlich mehr Reserve als die besonders kleinen CYCPLUS-Pumpen.
Der gewünschte Zieldruck wird über das Display eingestellt. Anschließend startet man den Pumpvorgang per Knopfdruck. Sobald der Zielwert erreicht ist, beendet die Pumpe den Vorgang automatisch.

In meinem Test hat dieses Konzept sehr gut funktioniert. Besonders positiv waren für mich die Pumpleistung und die Akkulaufzeit.
CYCPLUS A3 Mini Test: Größe und Gewicht
Die Bezeichnung „Mini“ muss bei der CYCPLUS A3 Mini etwas eingeordnet werden. Im Vergleich zu klassischen elektrischen Kompressoren ist sie kompakt. Gegenüber einer CYCPLUS AS2 Ultra fällt sie jedoch deutlich größer und schwerer aus.

Laut Produktangabe misst die Pumpe ungefähr 106 × 52 × 42 Millimeter. Das angegebene Gewicht liegt bei rund 212 Gramm. In meinem Test brachte die A3 Mini mit Schlauch 225 Gramm auf die Waage.

Damit ist sie kein Gerät, das in der Trikottasche vollständig unbemerkt bleibt. Sie passt in meinem Test gut hinein, kann jedoch beim fahren störend sein. Durch das Gewicht ist sie während der Fahrt deutlich zu spüren.

In einer Rahmen- oder Oberrohrtasche lässt sie sich die CYCPLUS A3 Mini gut verstauen. Für Gravel-, MTB- und Bikepacking-Touren fällt das höhere Gewicht aus meiner Sicht weniger stark ins Gewicht als bei einer möglichst minimalistisch gepackten Rennradrunde. In einer klassischen „normalen“ Satteltasche für Rennräder passt die Fahrradpumpe nicht.
Pumpgeschwindigkeit im Praxistest
Die Pumpgeschwindigkeit hängt stark von der Reifenbreite, dem Reifenvolumen, dem Ausgangsdruck und dem gewünschten Zieldruck ab. Deshalb habe ich die CYCPLUS A3 Mini mit mehreren typischen Fahrradreifen getestet.
Bei meinem Rennradreifen Continental Grand Prix TT – in der Größe 25-622 benötigte die Pumpe 1min 7sek, um den Reifen von 0 Bar auf 5,5 Bar zu bringen.
Auch der zweite Reifen Continental Grand Prix S TR – in der Größe 28 – 622 war in 1min 8sek von 0 Bar auf 5,0 Bar aufgepumpt.
| Reifen | Ausgangsdruck | Zieldruck | Zeit |
|---|---|---|---|
| Rennrad 25-622 | 0 Bar | 5,5 Bar | 1min 7sek |
| Rennrad 28-622 | 0 Bar | 5,0 Bar | 1min 8sek |
Insgesamt empfinde ich die Pumpgeschwindigkeit als sehr schnell. Für eine Panne unterwegs ist es besonders angenehm, dass keine körperliche Anstrengung notwendig ist. Schlauch anschließen, Zieldruck einstellen und den Pumpvorgang starten – den Rest erledigt die A3 Mini automatisch. Im direkten Vergleich mit meiner CYCPLUS AS2 Ultra war die A3 Mini beim Rennradreifen etwa gleich schnell.
Zieldruck einstellen und automatisch aufpumpen
Über das integrierte Display lässt sich der gewünschte Reifendruck vor dem Aufpumpen einstellen. Die Pumpe zeigt während des Vorgangs den aktuellen Druck an und beendet das Aufpumpen automatisch, sobald der Zielwert erreicht ist.

Die Bedienung erfolgt in wenigen Schritten:
- Pumpe einschalten.
- Gewünschten Druck einstellen.
- Schlauch mit dem Reifenventil verbinden.
- Aufpumpvorgang starten.
- Auf die automatische Abschaltung warten.
- Schlauch vorsichtig vom Ventil entfernen.

Über die Plus- und Minustasten wird der Zielwert angepasst. Außerdem kann zwischen Bar und PSI umgeschaltet werden in dem man kurz die Tasten + und – gleichzeitig drückt.
In meinem Test reagierten die Tasten Sehr gut. Das Display war bei normalem Tageslicht immer gut ablesbar.

Die automatische Abschaltung funktionierte bei allen getesteten Pumpvorgängen zuverlässig. Im vierten Durchlauf überhitzte die Pumpe jedoch und schaltete sich vorzeitig ab, bevor der eingestellte Zieldruck erreicht wurde. Abgesehen von diesem Überhitzungsschutz hielt die A3 Mini den vorgewählten Reifendruck in meinen Tests zuverlässig ein.
Maximaler Druck und Genauigkeit der Anzeige
Der maximale Druck der CYCPLUS A3 Mini wird mit 120 PSI beziehungsweise rund 8,3 Bar angegeben. In meinem Praxistest konnte die Pumpe diesen Wert tatsächlich erreichen.
Für den Maximaldrucktest habe ich einen Continental Grand Prix 5000 S TR in 28 Millimetern Breite verwendet. Die CYCPLUS A3 Mini benötigte 3 Minuten und 2 Sekunden, um den Reifen von 0 auf 8,3 Bar aufzupumpen.
Auch gegen Ende des Pumpvorgangs arbeitete der Motor weiterhin gleichmäßig, obwohl die Belastung bei diesem hohen Druck deutlich zunimmt.
Um die Genauigkeit der integrierten Druckanzeige zu überprüfen, habe ich den Reifendruck anschließend mit einem separaten Schwalbe-Druckmesser kontrolliert. Dieser zeigte 8,08 Bar an. Die Abweichung fällt damit relativ gering aus. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass sowohl beim Abschrauben des Pumpenschlauchs als auch beim Aufstecken des Druckmessers etwas Luft entweichen kann.
Der gemessene Unterschied lässt sich daher nicht vollständig als Messabweichung der Pumpe bewerten. Insgesamt bestätigt die Gegenmessung jedoch, dass die Druckanzeige der CYCPLUS A3 Mini in meinem Test vergleichsweise genau arbeitete.
Akkulaufzeit: Wie viele Reifen schafft die A3 Mini?
Die Akkulaufzeit ist das wichtigste Verkaufsargument der CYCPLUS A3 Mini. Ihr integrierter Akku besitzt eine angegebene Kapazität von 2.000 mAh. Damit fällt die Nennkapazität fünfmal so hoch aus wie bei der AS2 Ultra mit 400 mAh.
Für meinen Akkutest habe ich die Pumpe vollständig geladen und anschließend mehrfach denselben Reifen von 0 bar auf 5,5 Bar gebracht.
Meine Testbedingungen:
- Reifen: Continental Grand Prix TT – 25mm,
- Schlauchsystem: Tubeless
- Ausgangsdruck: 0 bar
- Zieldruck: 5,5 bar
- Umgebungstemperatur: 24°
- Verwendeter Anschluss: Schlauch für Französisches Ventil (Sclaverand)
- Abkühlpause zwischen den Durchgängen: 5min
| Pumpvorgang | Zeit | Erreichter Druck |
|---|---|---|
| 1 | 1min 1s | 5,5 bar |
| 2 | 1min 8s | 5,5 bar |
| 3 | 1min 7s | 5,5 bar |
| 4 | 1min 9s | 5,5 bar |
| 5 | 1min 13s | 5,3 bar |
| 6 | 13s | 2,1 bar |
| 6 | 41s | 2,1 – 5,5 bar |
| 7 | 1min 9s | 5,5 bar |
| 8 | 1min 10s | 5,5 bar |
| 9 | 1min 13s | 5,5 bar |
| 10 | 1min 9s | 5,3 bar |
| 10 | 5s | 5,3 – 5,5 bar |
| 11 | 1min 34s | 5,5 bar |
| 12 | 1min 16s | 5,5 bar |
| 13 | 1min 24s | 5,5 bar |
| 14 | 1min 17s | 5,5 bar |
| 15 | 1min 18s | 5,3 bar |
Unter diesen Bedingungen reichte eine vollständige Akkuladung für 14 vollständige Reifenfüllungen. Damit bietet die A3 Mini deutlich mehr Reserve als die AS2 Ultra.
Die tatsächliche Reichweite hängt stark vom Reifenvolumen, vom vorhandenen Restdruck, vom Zieldruck und von der Umgebungstemperatur ab. Ein Rennradreifen, bei dem lediglich etwas Luft ergänzt werden muss, benötigt deutlich weniger Energie als ein vollständig leerer Gravel- oder Mountainbike-Reifen.
Für meine üblichen Touren empfinde ich die Akkulaufzeit als mehr als ausreichend. Trotzdem sollte man sich angewöhnen, den Akkustand vor längeren Ausfahrten zu kontrollieren.
Ladezeit und USB-C-Anschluss
Die CYCPLUS A3 Mini wird über einen USB-C-Anschluss geladen. Das ist unterwegs praktisch, da für die Pumpe kein besonderes Ladekabel erforderlich ist.
In meinem Test dauerte eine vollständige Ladung von 0 bis 100 Prozent insgesamt 1 Stunde und 24min.
Für die Messung habe ich folgende Komponenten verwendet:
- Netzteil: 96 Watt
- Ladekabel: USB-C-KABEL
Während des Ladevorgangs wurde das Gehäuse leicht warm.
Zusammenfassung
-
Großer 2.000-mAh-Akku
Bietet deutlich mehr Akkureserve als die besonders kompakten Modelle der AS2-Serie. -
Einstellbarer Zieldruck
Der gewünschte Reifendruck lässt sich direkt über das Display vorgeben. -
Automatische Abschaltung
Die Pumpe beendet den Vorgang automatisch, sobald der eingestellte Zieldruck erreicht ist. -
Bis zu 120 PSI
Der angegebene Maximaldruck von rund 8,3 Bar ist auch für Rennradreifen ausreichend. -
Für verschiedene Fahrradtypen
Geeignet für Rennrad-, Gravel- und Mountainbike-Reifen. -
USB-C-Anschluss
Die Pumpe lässt sich mit einem weit verbreiteten USB-C-Kabel aufladen.
-
Größer als die AS2 Ultra
Die A3 Mini benötigt deutlich mehr Platz und richtet sich weniger an Fahrer, bei denen jedes Gramm zählt. -
Höheres Gewicht
Für eine minimalistische Rennradausrüstung ist die A3 Mini schwerer als ultrakompakte elektrische Pumpen. -
Abhängig vom Akku
Vor längeren Touren sollte der Ladezustand kontrolliert werden.
- Großer 2.000-mAh-Akku mit sehr hoher Reichweite.
- Im Test 14 vollständige Rennradreifen von 0 auf 5,5 Bar.
- Bis zu 120 PSI beziehungsweise 8,3 Bar.
- Zieldruck einstellbar und automatische Abschaltung.
- Sehr schnelle Aufpumpgeschwindigkeit.
- Digitale Druckanzeige mit guter Genauigkeit.
- Ideal für längere Touren, Gravel und Bikepacking.
Die CYCPLUS A3 Mini ist eine elektrische Fahrradpumpe mit besonders großer Akkureserve. Ihr 2.000-mAh-Akku richtet sich vor allem an Fahrer, denen eine ultrakompakte Minipumpe mit nur wenigen möglichen Reifenfüllungen nicht ausreicht.
In meinem Praxistest schaffte die A3 Mini 14 vollständige Füllungen eines Continental Grand Prix TT in 25 Millimetern von 0 auf 5,5 Bar.
Auch beim Maximaldruck überzeugte sie: Einen Continental Grand Prix 5000 S TR in 28 Millimetern pumpte die A3 Mini innerhalb von 3 Minuten und 2 Sekunden von 0 auf 8,3 Bar.
Der Nachteil der hohen Akkukapazität ist die Größe. Mit Schlauch wog mein Testgerät 225 Gramm und fällt damit deutlich größer und schwerer aus als beispielsweise die CYCPLUS AS2 Ultra. Für längere Rennrad-, Gravel- oder Bikepacking-Touren finde ich die zusätzliche Akkureserve jedoch sehr interessant.
- Großer 2.000-mAh-Akku: Bietet deutlich mehr Akkureserve als die besonders kompakten Modelle der AS2-Serie.
- Einstellbarer Zieldruck: Der gewünschte Reifendruck lässt sich direkt über das Display vorgeben.
- Automatische Abschaltung: Die Pumpe beendet den Vorgang automatisch, sobald der eingestellte Zieldruck erreicht ist.
- Bis zu 120 PSI: Der angegebene Maximaldruck von rund 8,3 Bar ist auch für Rennradreifen ausreichend.
- Für verschiedene Fahrradtypen: Geeignet für Rennrad-, Gravel- und Mountainbike-Reifen.
- USB-C-Anschluss: Die Pumpe lässt sich mit einem weit verbreiteten USB-C-Kabel aufladen.
- Größer als die AS2 Ultra: Die A3 Mini benötigt deutlich mehr Platz und richtet sich weniger an Fahrer, bei denen jedes Gramm zählt.
- Höheres Gewicht: Für eine minimalistische Rennradausrüstung ist die A3 Mini schwerer als ultrakompakte elektrische Pumpen.
- Abhängig vom Akku: Vor längeren Touren sollte der Ladezustand kontrolliert werden.
Fazit
Die CYCPLUS A3 Mini hat in meinem Praxistest vor allem mit ihrer hohen Akkureserve überzeugt. Während besonders kompakte elektrische Fahrradpumpen häufig nur für wenige vollständige Reifenfüllungen ausgelegt sind, schaffte die A3 Mini in meinem Test 14 vollständige Füllungen eines 25-mm-Rennradreifens von 0 auf 5,5 Bar. Damit bietet sie deutlich mehr Reserve als die wesentlich kleinere AS2 Ultra.
Auch bei der eigentlichen Pumpleistung gibt es wenig zu kritisieren. Einen Continental Grand Prix TT in 25 mm brachte die Pumpe in 1 Minute und 7 Sekunden von 0 auf 5,5 Bar. Beim Continental Grand Prix S TR in 28 mm waren es 1 Minute und 8 Sekunden bis 5,0 Bar. Für eine elektrische Fahrradpumpe dieser Größe empfinde ich diese Geschwindigkeit als sehr gut.
Den angegebenen Maximaldruck von 8,3 Bar beziehungsweise 120 PSI erreichte die A3 Mini ebenfalls. Beim Test mit einem Continental Grand Prix 5000 S TR in 28 mm dauerte der Pumpvorgang von 0 auf 8,3 Bar 3 Minuten und 2 Sekunden. Die anschließende Kontrollmessung mit meinem Schwalbe-Druckmesser ergab 8,08 Bar. Da beim Abschrauben des Schlauchs und beim Aufsetzen des Druckmessers etwas Luft entweichen kann, spricht das für eine insgesamt gute Genauigkeit der integrierten Druckanzeige.
Gut gefallen haben mir außerdem der einstellbare Zieldruck und die automatische Abschaltung. Im normalen Betrieb funktionierte der Auto-Stopp zuverlässig. Allerdings zeigte sich im Belastungstest auch eine Schwäche: Bei mehreren Pumpvorgängen hintereinander griff einmal der Überhitzungsschutz ein und die Pumpe schaltete vor Erreichen des Zieldrucks ab.
Der größte Kompromiss ist für mich jedoch die Größe und das Gewicht. Mit Schlauch brachte mein Testgerät 225 Gramm auf die Waage. In die Trikottasche passt die A3 Mini zwar, dort ist sie während der Fahrt aber deutlich zu spüren. Für eine klassische kleine Rennrad-Satteltasche ist sie zu groß. In einer Rahmen- oder Oberrohrtasche lässt sie sich dagegen problemlos unterbringen.
Unterm Strich ist die CYCPLUS A3 Mini deshalb vor allem für Fahrer interessant, denen maximale Akkureserve wichtiger ist als ein möglichst kleines Packmaß. Für längere Rennrad-, Gravel- oder Bikepacking-Touren gefällt mir das Konzept sehr gut. Wer dagegen eine elektrische Fahrradpumpe sucht, die möglichst unauffällig in der Trikottasche verschwindet, ist mit einer kompakteren Pumpe wie der AS2 Ultra vermutlich besser bedient.
Für mich ist die A3 Mini eine leistungsstarke elektrische Fahrradpumpe mit sehr guter Akkulaufzeit, hoher Pumpleistung und komfortabler Bedienung, die sich ihre große Ausdauer allerdings mit einem höheren Gewicht und größeren Abmessungen erkauft.



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