Der neue iGPSPORT HR80 im Test: Wie genau ist der Herzfrequenzsensor für den Oberarm?

Der iGPSPORT HR80 ist ein leichter Herzfrequenzsensor für den Oberarm und eine komfortable Alternative zum klassischen Brustgurt. In meinem Praxistest mit Zwift und dem iGPSPORT BSC200 Pro überzeugte er mit einfacher Kopplung, angenehmem Sitz und sehr zuverlässigen Messwerten, die im direkten Vergleich über weite Strecken nah am Wahoo TRACKR lagen.

Benjamin-Binder-von-Rennradguru.de

Veröffentlicht am 10. Oktober 2026

Radfahrer trägt den iGPSPORT HR80 am Oberarm beim Indoor-Training mit Zwift

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Der neue iGPSPORT HR80 Heart Rate

Ein Brustgurt liefert beim Training meist sehr zuverlässige Herzfrequenzdaten – angenehm zu tragen finde ich ihn aber nicht immer. Gerade bei längeren Einheiten oder beim Indoor-Cycling kann der enge Gurt um den Brustkorb störend sein. Eine interessante Alternative sind optische Herzfrequenzsensoren für den Oberarm.

Oberarm-Herzfrequenzsensor

iGPSPORT HR80 Heart Rate

Meine Erfahrungen mit dem leichten Oberarm-Herzfrequenzsensor beim Radfahren, Indoor-Cycling und in Zwift:

  • Sehr genaue Herzfrequenzmessung

    In meinem direkten Vergleich lagen die Messwerte des HR80 über weite Strecken sehr nah am Wahoo TRACKR Brustgurt.

  • Angenehm am Oberarm

    Mit nur 18 Gramm Gesamtgewicht ist der HR80 sehr leicht. Für mich trägt er sich beim Training deutlich angenehmer als ein klassischer Brustgurt.

  • Bluetooth, ANT+ und Zwift

    Der HR80 unterstützt Bluetooth LE und ANT+ und ließ sich in meinem Test unkompliziert mit Zwift verbinden.

  • Lange Akkulaufzeit mit USB-C

    iGPSPORT gibt bis zu 100 Stunden kontinuierliche Herzfrequenzmessung an. Geladen wird bequem über USB-C.

Mein Testeindruck: Der HR80 überzeugt mich vor allem mit seinem hohen Tragekomfort und der sehr guten Übereinstimmung mit meinem Wahoo TRACKR. Gerade für Zwift, Indoor-Cycling und längere Radeinheiten ist er für mich eine interessante Alternative zum klassischen Brustgurt.

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Mit dem iGPSPORT HR80 Heart Rate Monitor Strap habe ich einen solchen Sensor beim Radfahren und insbesondere beim Training mit Zwift ausprobiert. Entscheidend war für mich dabei nicht nur der Tragekomfort. Ich wollte auch wissen, wie zuverlässig die Herzfrequenz gemessen wird und wie nah der HR80 an einen klassischen Brustgurt herankommt. Für einen direkten Vergleich habe ich den HR80 deshalb parallel mit einem Wahoo TRACKR sowie der optischen Herzfrequenzmessung einer Garmin Forerunner 970 aufgezeichnet.

Radfahrer mit iGPSPORT HR80 am Oberarm bei einem Sprint im Zwift-Training

Genauigkeit

Der spannendste Teil meines Tests war der direkte Vergleich mit anderen Herzfrequenzsensoren. Dafür habe ich gleichzeitig drei Messsysteme verwendet:

  • iGPSPORT HR80 am Oberarm
  • Wahoo TRACKR als Referenz mit Brustgurt
  • Garmin Forerunner 970 mit optischer Messung am Handgelenk

Das Ergebnis lässt sich in der Kurve sehr gut erkennen.

Diagramm mit Herzfrequenzkurven von iGPSPORT HR80, Wahoo und Garmin im Vergleich

Über große Teile der rund 38 Minuten langen Einheit liegen iGPSPORT HR80 und Wahoo TRACKR erstaunlich dicht beieinander. Die orange und blaue Kurve verlaufen teilweise so nah, dass sie kaum voneinander zu unterscheiden sind. Besonders interessant sind dabei schnelle Veränderungen der Belastung. Auch bei deutlichen Anstiegen und Abfällen der Herzfrequenz folgt der HR80 dem Wahoo-Brustgurt in meinem Test sehr eng. Das bedeutet noch nicht, dass ein optischer Oberarmsensor grundsätzlich genauso exakt wie ein Brustgurt ist. Für diese konkrete Testeinheit war die Übereinstimmung allerdings sehr überzeugend.

Deutlicher Unterschied zur Messung am Handgelenk

Besonders aufschlussreich ist der Bereich nach ungefähr 31 Minuten. Wahoo TRACKR und iGPSPORT HR80 registrieren dort einen sehr schnellen Anstieg der Herzfrequenz bis auf ungefähr 180 bpm. Beide Kurven verlaufen nahezu parallel. Die Garmin Forerunner 970 zeigt in diesem Abschnitt dagegen zunächst deutlich niedrigere Werte und erreicht den tatsächlichen Belastungsverlauf verzögert. Genau solche Situationen sind für mich einer der Gründe, warum ein externer Sensor beim strukturierten Training interessant ist. Bei gleichmäßiger Belastung funktioniert die optische Messung am Handgelenk häufig gut.

Bei sehr schnellen Belastungswechseln kann sie aber stärker reagieren beziehungsweise zeitweise abweichen. Der Oberarm ist für optische Sensoren dabei grundsätzlich eine günstigere Position als das Handgelenk: Der Sensor kann relativ fest auf einer größeren Hautfläche sitzen und wird beim Radfahren weniger durch Bewegungen des Handgelenks beeinflusst.

iGPSPORT HR80 Koppeln

Ein wichtiger Punkt meines Tests war die Nutzung mit Zwift. Hier zeigte sich der HR80 erfreulich unkompliziert. Im Kopplungsmenü von Zwift wurde der Sensor bei mir direkt als HR80 gefunden. Anschließend musste ich ihn lediglich als Herzfrequenzquelle auswählen.

Zwift-Kopplungsdialog mit dem iGPSPORT HR80 als Herzfrequenzsensor

Nach der Kopplung erscheint der HR80 im Zwift-Menü als verbundene Herzfrequenzquelle und der aktuelle Puls wird direkt übertragen. In meinem Test war das Pairing damit schnell erledigt. Genau so wünsche ich mir das bei einem externen Sensor: anlegen, verbinden und trainieren. Praktisch ist außerdem die automatische Aktivierung. Der HR80 erkennt laut Hersteller, wenn er getragen wird, und schaltet sich selbst ein. Nach dem Ablegen wechselt er nach etwa zehn Sekunden wieder in den Schlafmodus. Eine separate Ein-/Aus-Taste muss man im Alltag deshalb nicht ständig bedienen.

Fahrradcomputer zeigt den iGPSPORT HR80 in der Liste verbundener Herzfrequenzsensoren

Auch die Kopplung mit dem iGPSPORT BSC200 Pro funktionierte in meinem Test problemlos. Der HR80 wurde vom Fahrradcomputer schnell als Herzfrequenzsensor erkannt und ließ sich direkt verbinden. Anschließend wurde die Herzfrequenz zuverlässig auf dem BSC200 Pro angezeigt. Für Nutzer, die bereits einen iGPSPORT Fahrradcomputer verwenden, lässt sich der HR80 damit sehr unkompliziert in das bestehende Setup integrieren.

HR80 im echten Zwift-Race

Ich habe den iGPSPORT HR80 nicht nur bei einer lockeren Testfahrt verwendet, sondern auch während eines Zwift-Rennens.

Das ist für einen Herzfrequenzsensor deutlich interessanter als eine gleichmäßige Grundlageneinheit. In einem Rennen verändert sich die Belastung regelmäßig, bei Attacken und Anstiegen steigt die Herzfrequenz schnell an und anschließend wieder ab.

Zwift-Rennansicht während einer Fahrt mit dem iGPSPORT HR80 Herzfrequenzsensor

Auf dem Screenshot ist während des Rennens beispielsweise eine Herzfrequenz von 152 bpm zu sehen. Die Werte des HR80 wurden dabei direkt an Zwift übertragen. Für mich ist genau diese Kombination interessant: Ich kann ohne Brustgurt fahren und habe meine Herzfrequenz trotzdem direkt in Zwift verfügbar.

Armband oder Brustgurt?

Nach meinem Test sehe ich den HR80 vor allem als Alternative für Sportler, die einen Brustgurt nicht gerne tragen. Der Wahoo TRACKR bleibt für mich die klassische Referenzlösung, wenn eine elektrische Herzfrequenzmessung direkt auf der Brust gewünscht ist. Der HR80 hat dafür einen deutlichen Komfortvorteil. Spannend ist, dass ich diesen Komfortgewinn in meiner Testfahrt nicht mit offensichtlich schlechteren Messwerten bezahlen musste. Im Gegenteil: Der Verlauf des HR80 lag über weite Strecken extrem nah am Brustgurt. Für lockeres Training, längere Indoor-Sessions und sogar intensive Einheiten auf Zwift würde ich den HR80 nach meinen bisherigen Erfahrungen daher problemlos einsetzen.

Akkulaufzeit und USB-C

Auch beim Akku ist der HR80 unkompliziert aufgebaut. iGPSPORT gibt eine Laufzeit von bis zu 100 Stunden kontinuierlicher Herzfrequenzmessung an. Geladen wird über einen normalen USB-C-Anschluss. Das gefällt mir besser als proprietäre Magnetadapter, die man im Zweifel ausgerechnet dann nicht findet, wenn der Sensor geladen werden muss. Die vollständige Ladezeit liegt laut Hersteller bei ungefähr einer Stunde. Wer beispielsweise fünf Stunden pro Woche trainiert, dürfte entsprechend nur relativ selten an das Ladegerät müssen. Wie nah der HR80 langfristig an die angegebenen 100 Stunden herankommt, müsste allerdings über einen deutlich längeren Testzeitraum überprüft werden.

Nahaufnahme des USB-C-Ladeanschlusses am iGPSPORT HR80

Tragekomfort und Maße

Für mich liegt einer der größten Vorteile des HR80 bereits in der Bauform. Statt einen Gurt um den Brustkorb zu spannen, sitzt der Sensor relativ unauffällig am Oberarm. Gerade beim Indoor-Cycling gefällt mir diese Lösung. Der Sensor ist leicht, nimmt kaum Platz ein und ich habe während der Fahrt praktisch nichts davon gemerkt. Gleichzeitig sitzt das Band eng genug, damit der optische Sensor während der Belastung zuverlässig Kontakt zur Haut behält. Das ist insbesondere interessant für Sportler, die zwar möglichst gute Herzfrequenzdaten möchten, einen klassischen Brustgurt aber als unangenehm empfinden.

Das Armband lässt sich sehr flexibel an unterschiedliche Oberarmumfänge anpassen. Ohne zusätzliche Dehnung reicht der Verstellbereich laut Hersteller von etwa 18 bis 32 cm. Durch das deutlich elastische Material gibt das Band aber noch spürbar nach und kann sich auf ungefähr 40 cm Umfang dehnen. Dadurch sitzt der HR80 sowohl an schmaleren als auch kräftigeren Oberarmen sicher und eng genug für eine zuverlässige Messung, ohne unangenehm einzuschneiden

Fazit

iGPSPORT HR80 Heart Rate

  • Messung: Optische Herzfrequenzmessung am Oberarm mit einem Messbereich von 30 bis 240 bpm.
  • Verbindung: Bluetooth LE und ANT+ sowie bis zu zwei gleichzeitige Bluetooth-Verbindungen.
  • Gewicht: Nur 18 Gramm inklusive Armband.
  • Akku: Bis zu 100 Stunden kontinuierliche Messung laut Hersteller, geladen wird über USB-C.
  • Kompatibilität: Im Test problemlos mit Zwift und dem iGPSPORT BSC200 Pro gekoppelt.

Zu beachten: Der HR80 ist für Sportarten wie Radfahren und Laufen gedacht. Schwimmen, Tauchen und Sauna werden vom Hersteller nicht empfohlen.

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Mein Fazit zum iGPSPORT HR80 Test: Der HR80 hat mich vor allem durch die Kombination aus hohem Tragekomfort und sehr zuverlässiger Herzfrequenzmessung überzeugt. Mit nur 18 Gramm ist der Sensor am Oberarm kaum zu spüren und für mich deutlich angenehmer zu tragen als ein klassischer Brustgurt.

Besonders interessant war für mich der direkte Vergleich mit dem Wahoo TRACKR. Über weite Teile meiner Testeinheit lagen die Herzfrequenzkurven des HR80 und des Wahoo-Brustgurts sehr dicht beieinander. Selbst schnelle Veränderungen der Belastung wurden vom HR80 zuverlässig erfasst.

Im gleichen Test habe ich zusätzlich die optische Herzfrequenzmessung meiner Garmin Forerunner 970 aufgezeichnet. Vor allem bei einer intensiven Belastung gegen Ende der Einheit war ein deutlicher Unterschied zu erkennen: Während HR80 und Wahoo TRACKR den schnellen Anstieg bis rund 180 bpm nahezu gleichzeitig erfassten, reagierte die Messung am Handgelenk zeitweise deutlich verzögert.

Auch beim Indoor-Cycling hat sich der HR80 bei mir bewährt. Die Verbindung mit Zwift funktionierte problemlos. Der Sensor wurde direkt als Herzfrequenzquelle erkannt und übertrug meine Pulswerte während der Trainingseinheiten und auch bei einem Zwift-Race zuverlässig.

Ebenfalls problemlos funktionierte die Kopplung mit dem iGPSPORT BSC200 Pro. Der HR80 wurde vom Fahrradcomputer schnell als Herzfrequenzsensor erkannt und anschließend direkt verbunden.

Praktisch finde ich außerdem die automatische Aktivierung. Beim Anlegen wacht der HR80 automatisch auf. Nach dem Ablegen wechselt er nach kurzer Zeit wieder in den Schlafmodus. Ein manuelles Ein- und Ausschalten ist im normalen Trainingsalltag deshalb nicht nötig.

Das Armband lässt sich ohne zusätzliche Dehnung auf einen Umfang von ungefähr 18 bis 32 Zentimetern einstellen. Durch das deutlich elastische Material kann es sich darüber hinaus auf ungefähr 40 Zentimeter dehnen. Damit lässt sich der Sensor an sehr unterschiedliche Oberarmumfänge anpassen.

Auch beim Laden gefällt mir die einfache Lösung. Statt eines proprietären Magnetadapters verfügt der HR80 über einen normalen USB-C-Anschluss. iGPSPORT gibt eine Laufzeit von bis zu 100 Stunden kontinuierlicher Herzfrequenzmessung an.

Diese maximale Akkulaufzeit habe ich bisher allerdings nicht in einem vollständigen Laufzeittest überprüft. Die 100 Stunden sind daher als Herstellerangabe zu verstehen.

Insgesamt ist der HR80 für mich besonders interessant für Sportler, die zuverlässige Herzfrequenzdaten möchten, einen Brustgurt aber als unangenehm empfinden. Gerade beim Radfahren, Indoor-Cycling und in Zwift ist der Sensor für mich eine sehr komfortable Alternative.

Vorteile
  • Sehr gute Messwerte
    Im direkten Vergleich lagen die Werte über weite Strecken sehr nah am Wahoo TRACKR Brustgurt.
  • Hoher Tragekomfort
    Der Sensor sitzt angenehm am Oberarm und ist für mich komfortabler als ein klassischer Brustgurt.
  • Nur 18 Gramm
    Sensor und Armband sind zusammen sehr leicht und beim Training kaum störend.
  • Bluetooth und ANT+
    Der HR80 lässt sich mit vielen Fahrradcomputern, Sportuhren, Apps und Trainingsplattformen verbinden.
  • Zwei Bluetooth-Verbindungen
    Bis zu zwei Bluetooth-Geräte können gleichzeitig mit dem Sensor verbunden werden.
  • Funktioniert mit Zwift
    Die Kopplung war in meinem Test schnell erledigt und die Herzfrequenz wurde direkt übertragen.
  • Funktioniert mit dem BSC200 Pro
    Auch der iGPSPORT Fahrradcomputer erkannte den HR80 bei mir problemlos.
  • Automatisches Ein- und Ausschalten
    Beim Tragen aktiviert sich der Sensor automatisch und wechselt nach dem Ablegen wieder in den Schlafmodus.
  • USB-C
    Der HR80 benötigt kein spezielles Ladekabel und lässt sich über einen normalen USB-C-Anschluss laden.
  • Sehr flexibles Armband
    Verstellbar von etwa 18 bis 32 Zentimeter und durch das elastische Material auf ungefähr 40 Zentimeter dehnbar.
  • Lange Akkulaufzeit
    iGPSPORT gibt bis zu 100 Stunden kontinuierliche Herzfrequenzmessung an.
Nachteile
  • Nicht fürs Schwimmen gedacht
    Trotz IP67 empfiehlt iGPSPORT den HR80 nicht für Schwimmen, Tauchen oder Sauna.
  • Optische statt elektrische Messung
    Anders als ein klassischer Brustgurt misst der HR80 die Herzfrequenz optisch am Oberarm.
  • Richtiger Sitz ist wichtig
    Wie bei optischen Sensoren üblich sollte das Band eng genug sitzen, damit der Sensor zuverlässig Kontakt zur Haut hat.

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