iGPSPORT BiNavi Ultra im Test: Neuer Premium Fahrradcomputer mit Drehrad und Sprachansagen

Der neue iGPSPORT BiNavi Ultra bringt einige spannende Änderungen gegenüber dem BiNavi mit: ein größeres und sichtbar verbessertes Display, einen integrierten Lautsprecher mit Sprachansagen und digitaler Klingel sowie ein Drehrad am rechten Gehäuserand. Dazu kommen Metalltasten, umfangreiche Trainingsauswertungen und neue Navigationsfunktionen. Auch die Akkulaufzeit ist beeindruckend.

Benjamin-Binder-von-Rennradguru.de

Veröffentlicht am 10. Oktober 2026

iGPSPORT BiNavi Ultra mit Kartennavigation am Rennradlenker während einer Fahrt

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BiNavi Ultra: Das neue Flaggschiff von iGPSPORT

Mit dem BiNavi Ultra erweitert iGPSPORT seine Navigationsserie um ein neues Spitzenmodell. Der Ansatz gefällt mir: mehr Platz für Karten und Fahrdaten, zusätzliche Möglichkeiten bei der Bedienung und akustische Hinweise direkt aus dem Gerät. Gerade auf dem Rennrad oder bei längeren Gravel- und Bikepacking-Touren können solche Änderungen im Alltag einen Unterschied machen.

GPS-Fahrradcomputer

iGPSPORT BiNavi Ultra

Meine bisherigen Erfahrungen aus dem Praxistest:

  • Großes und gut ablesbares Display

    Das 3,7-Zoll-Display hinterlässt einen guten Eindruck und lässt sich auch während der Fahrt übersichtlich ablesen.

  • Sensoren problemlos verbunden

    Herzfrequenzsensor, Di2-Schaltung, Powermeter und Radar ließen sich im Test problemlos mit dem BiNavi Ultra koppeln.

  • Automatischer Upload zu Strava

    Gespeicherte Fahrten wurden nach dem Training automatisch übertragen und anschließend auch auf Strava veröffentlicht.

  • Sehr gute erste Akku-Hochrechnung

    In meiner Messung sank der Akkustand in 78 Minuten von 100 auf 97 Prozent. Bei gleichbleibendem Verbrauch ergibt das hochgerechnet rund 43 Stunden und 20 Minuten Laufzeit.

Vorläufiger Teststand: Bei der Navigation fielen mir teilweise noch Verzögerungen bei der Kartendarstellung auf. Auch die SOS-Warnungen reagierten im Test recht empfindlich.

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Display und Ablesbarkeit

Am Display hat iGPSPORT spürbar gearbeitet. Helligkeit, Farbdarstellung und Kontrast gefallen mir beim BiNavi Ultra besser als beim BiNavi. Die Datenfelder sehen schön aus, sind übersichtlich gestaltet und lassen sich während der Fahrt gut erfassen. Zusammen mit dem größeren Bildschirm wirkt die Darstellung insgesamt aufgeräumt.

iGPSPORT BiNavi und BiNavi Ultra nebeneinander im Displayvergleich

Die Auflösung beträgt jetzt 480 × 854 Pixel. Das ist ein deutlicher Sprung gegenüber den 320 × 480 Pixeln des Vorgängers. Gerade für Karten, Schrift und grafische Datenfelder bietet die höhere Auflösung mehr Spielraum. Trotz der Verbesserung bleibt der Ultra bei einem transflektiven Display. Diese Technik nutzt neben der Hintergrundbeleuchtung auch einfallendes Umgebungslicht. Unter bestimmten Lichtbedingungen kann die Anzeige deshalb anders wirken als bei einem transmissiven, vorwiegend durch die Hintergrundbeleuchtung beleuchteten Display.

iGPSPORT BiNavi Ultra mit farbiger Kartenansicht und Hand am Drehrad

Das 3,7 Zoll große transflektive Touchdisplay mit 480 × 854 Pixeln ist eines der wichtigsten Upgrades. Gegenüber dem BiNavi gefallen mir Helligkeit, Farben und Kontrast besser. Dazu kommt das seitliche Drehrad: Durch Drehen lassen sich Datenseiten wechseln und Menüs bedienen. Der integrierte Lautsprecher ermöglicht echte Sprachansagen beim Navigieren und eine digitale Fahrradklingel.

Transflektives Display des iGPSPORT BiNavi Ultra bei wechselndem Licht

Aber Im Test gab es weiterhin Situationen, in denen ich die Anzeige schwieriger ablesen konnte als bei einem transmissiven Display. Die höhere Auflösung allein ändert diese grundsätzliche Eigenschaft nicht. Insgesamt war ich mit dem Bildschirm aber durchaus zufrieden: Für mich ist er ein erkennbarer Fortschritt gegenüber dem BiNavi. Es gibt außerdem eine Option für größere Schrift innerhalb des jeweiligen Radprofils. Sie soll wichtige Fahrdaten schneller erfassbar machen.

Navigation

Ein großer Bildschirm und gut verständliche Sprachansagen sind bei der Navigation hilfreich. Besonders gut gefallen hat mir im Test die Kartendarstellung kurz vor Abzweigungen: Einige Meter vor dem Abbiegen zoomt der BiNavi Ultra automatisch in die Karte hinein. Dadurch wird die kommende Kreuzung deutlich größer dargestellt und man erkennt schneller, welche Straße oder Ausfahrt gemeint ist. Gerade bei komplizierteren Kreuzungen ist das eine praktische Hilfe.

Abbiegehinweis auf dem Display des iGPSPORT BiNavi Ultra während der Fahrt

Ebenfalls gut gefallen haben mir die rechtzeitigen Sprachansagen und Abbiegehinweise. Sowohl die akustischen Hinweise als auch die Darstellung auf dem Display kündigten kommende Abzweigungen früh genug an, sodass ausreichend Zeit blieb, sich darauf einzustellen. Die Navigation selbst ist auf dem Display gut erkennbar und übersichtlich dargestellt. Dadurch wirkte die Routenführung im Fahrbetrieb angenehm und zuverlässig.

iGPSPORT BiNavi Ultra am Rennradlenker mit aktiver Kartennavigation

Neuberechnung der Route

Weicht man von der geplanten Strecke ab, berechnet der iGPSPORT BiNavi Ultra die Route in meinem Test ähnlich schnell neu wie die meisten aktuellen Geräte der Konkurrenz. Lange Wartezeiten hatte ich dabei nicht. Wahoo bleibt bei der Neuberechnung für mich allerdings weiterhin die schnellste Lösung: Dort erfolgt die Anpassung meist noch etwas unmittelbarer, während der BiNavi Ultra eher auf dem Niveau der übrigen Konkurrenz liegt.

iGPSPORT BiNavi Ultra berechnet nach einer Routenabweichung eine Alternativroute

Routensammlungen

Mit der Funktion Route Collection Navigation sollen sich mehrere Routen in der App zu einer Sammlung zusammenfassen und gemeinsam auf den BiNavi Ultra übertragen lassen. Im nachfolgenden Bild sind nun alle meine Routen zu sehen die ich regelmäßig fahre.

Kartendarstellung einer Routensammlung auf dem iGPSPORT BiNavi Ultra

Nach dem Aktivieren einer Sammlung erkennt das Gerät, welche der enthaltenen Strecken gerade befahren wird, und startet beziehungsweise wechselt automatisch zur passenden Navigation. Im Test funktionierte diese Erkennung zuverlässig. Besonders für mehrtägige Touren oder ein Gebiet mit mehreren vorbereiteten Strecken ist die Funktion daher praktisch. Auch der automatische Wechsel zwischen den hinterlegten Routen klappte im Test wie vorgesehen.

Auswahl einer Route aus einer Routensammlung auf dem iGPSPORT BiNavi Ultra

Offline-Routenplanung

iGPSPORT beschreibt eine erweiterte Offline-Routenplanung direkt am Gerät. Dazu gehören laut Hersteller das Auswählen eines Ziels auf der Karte, eine Rückführung auf kurzem Weg und eine Planung über Länder- beziehungsweise Regionsgrenzen hinweg. Damit könnte der BiNavi Ultra gerade auf Reisen und bei spontanen Änderungen unterwegs interessanter werden. Die Leistungsfähigkeit bei langen Strecken, die Qualität der Routenvorschläge und die Geschwindigkeit der Neuberechnung habe ich bisher nicht systematisch geprüft.

APP-Routenplanung

Meine bevorzugte Variante für die Routenplanung ist Komoot. Dort erstelle und speichere ich zunächst die gewünschte Route. Voraussetzung ist, dass das iGPSPORT-Konto mit Komoot verbunden ist. Anschließend erscheint die Strecke in der iGPSPORT-App und kann von dort direkt an den Fahrradcomputer übertragen werden. Im Test funktionierte die Synchronisierung schnell und zuverlässig. Für alle, die lieber mit Strava planen, sollte die Übertragung auf ähnliche Weise funktionieren, sofern das iGPSPORT-Konto entsprechend mit Strava verbunden ist.

iClimb 4.0

Mit iClimb 4.0 kann der BiNavi Ultra Anstiege auch dann erkennen, wenn keine aktive Routennavigation läuft. Das Gerät greift dafür auf eine hinterlegte Anstiegsdatenbank zurück und zeigt während der Fahrt unter anderem Steigung, verbleibende Höhenmeter und weitere Informationen zum Anstieg an. Im Test funktionierte die automatische Erkennung zuverlässig. Besonders praktisch ist, dass ein Anstieg nicht zwingend vom offiziellen Startpunkt aus gefahren werden muss. Auch wenn wir erst mitten in einen hinterlegten Anstieg eingefahren sind, erkannte der BiNavi Ultra diesen und öffnete automatisch die entsprechende Kletteransicht. Zusätzlich lassen sich Anstiege in der Umgebung anzeigen und bei Bedarf direkt als Ziel für die Navigation auswählen.

iGPSPORT BiNavi Ultra mit iClimb 4.0 und Anstiegsanzeige am Rennradlenker

Damit eignet sich die Funktion vor allem für spontane Fahrten ohne vorher geplante Route: Wer einfach losfährt und unterwegs auf einen bekannten Anstieg trifft, erhält trotzdem automatisch die relevanten Climb-Daten. Laut Hersteller basiert die Datenbank dabei unter anderem auf real aufgezeichneten Fahrten und soll dadurch besonders präzise sein. Die Erkennung von Anstiegen ist laut BiNavi in einem Umkreis von bis zu 40 Kilometern möglich.

Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Verbessertes Display
    Helligkeit, Farben und Kontrast gefallen im Test besser als beim BiNavi; 3,7 Zoll und 480 × 854 Pixel.
  • Drehrad und Metalltasten
    Praktische zusätzliche Bedienung für Seitenwechsel und Menüs, ergänzt durch den Touchscreen.
  • Lautsprecher mit Sprachansagen
    Sprachhinweise beim Navigieren funktionieren gut; eine digitale Klingel ist ebenfalls integriert.
  • Problemlose Sensorverbindungen
    HR80, Forerunner 970, Wahoo TRACKR HEART RATE, Garmin Rally, Shimano Di2, SR Mini und Garmin Varia ließen sich koppeln.
  • Umfangreiche Trainingsauswertungen
    VO₂max, FTP, Belastung und voraussichtliche Erholung unterstützen die Einordnung der Fahrten.
  • Vielversprechender erster Akku-Eindruck
    Drei Prozentpunkte Verbrauch in 78 Minuten ergeben rechnerisch 43 Stunden und 20 Minuten; noch kein vollständiger Laufzeittest.
  • Gute Verarbeitung und praktische Tourenfunktion
    Schöne Optik, Metalltasten, exakt 122 Gramm nachgewogen und die Funktion „Später fortsetzen“.
Nachteile
  • SOS-Warnung zu empfindlich
    Schon kleinere Schlaglöcher, schlechter Asphalt und abgesenkte Bordsteine lösten den Countdown aus.
  • Display im Halbschatten schwieriger ablesbar
    Die Ablesbarkeit bleibt lichtabhängig. Besonders im Halbschatten kann das Display schwerer abzulesen sein, ähnlich wie bereits beim BiNavi im Test aufgefallen.
  • Audio noch nicht getrennt regelbar
    Radarwarnungen und Sprachansagen lassen sich derzeit noch nicht getrennt in der Lautstärke einstellen.

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BiNavi Ultra im Vergleich zum BiNavi

Merkmal iGPSPORT BiNavi Ultra Neu iGPSPORT BiNavi Vorgängermodell
Display 3,7 Zoll, transflektiv, Touchscreen 3,5 Zoll, transflektiv, Touchscreen
Auflösung 480 × 854 Pixel 320 × 480 Pixel
Bedienung Touchscreen, drei Tasten und optisches Drehrad mit Tastenfunktion; Metalltasten Touchscreen und sechs Kunststofftasten
Maße ohne Befestigungsaufnahme 108,3 × 60,7 × 14,3 mm 101 × 60 × 14,5 mm
Gewicht 122 g, im Test nachgewogen 103 g
Akkukapazität 2.420 mAh 1.250 mAh
Laufzeit laut Hersteller Mindestens 30 h im Standardmodus, mindestens 50 h im Energiesparmodus 35 h
Speicher 64 GB 32 GB
Satellitennavigation Multi-GNSS und Dualband-GPS mit L1/L5 Multi-GNSS und Dualband-GPS mit L1/L5
Inertialnavigation mit IMU Laut Hersteller vorhanden Laut Vergleichstabelle nicht vorhanden
Befestigungsaufnahme am Gerät Abnehmbar, aus Metall Abnehmbar, aus Kunststoff
Akustik Integrierter Lautsprecher , Sprachansagen und digitale Klingel Signaltöne; keine integrierten Sprachansagen
Kartenupdates per WLAN Laut Hersteller vorhanden Laut Vergleichstabelle nicht vorhanden
Ladeanschluss / Wasserschutz USB-C / IPX7 USB-C / IPX7

Herstellerangaben und eigene Messwerte sind entsprechend gekennzeichnet.

Weitere Informationen zum Vorgänger findest du in meinem iGPSPORT BiNavi Test.

Verarbeitung und Gewicht

Der BiNavi Ultra macht insgesamt einen guten Eindruck. Mir gefallen die Optik und die saubere Verarbeitung. Die Metalltasten passen zum hochwertigen Erscheinungsbild und heben sich von der Ausstattung des bisherigen BiNavi ab. Ein Metallgehäuse ist damit übrigens nicht gemeint: Die Herstellerunterlagen nennen ausdrücklich die Tasten und die Befestigungsaufnahme aus Metall.

Unterseite des iGPSPORT BiNavi Ultra mit Metalltasten in der Hand

Beim Gewicht bleibt es nicht bei einer Datenblattangabe. Ich habe den Fahrradcomputer auf die Waage gelegt und 122 Gramm gemessen. Gegenüber seinem Vorgänger dem BiNavi (103g) sind das 19 Gramm mehr. Dafür bekommt der Ultra unter anderem ein größeres Display, einen größeren Akku und einen Lautsprecher.

iGPSPORT BiNavi Ultra auf einer digitalen Waage bei der Gewichtsmessung

Laut Hersteller ist die Befestigungsaufnahme auf der Rückseite abnehmbar. Wie sich Tasten, Drehrad und Aufnahme über viele Monate schlagen, wird sich erst im längeren Einsatz zeigen. Die bisherige Verarbeitung überzeugt mich aber.

Drehrad am rechten Rand

Das Drehrad rechts am Gehäuse erinnert vom Bedienprinzip an die Krone einer Apple Watch. Durch Drehen lassen sich die Datenseiten wechseln und Menüs durchlaufen. Das ist gegenüber dem bisherigen BiNavi eine der Änderungen, die mir gut gefallen hat. Im Alltag geht es schließlich oft um dieselben Handgriffe: von der Datenseite zur Karte wechseln, einen Menüpunkt auswählen oder eine weitere Ansicht aufrufen. Für solche Aufgaben ist das Drehrad eine praktische Ergänzung zum Touchscreen und zu den Tasten.

Nahaufnahme des seitlichen Drehrads am iGPSPORT BiNavi Ultra

Lautsprecher und digitale Klingel

Beim BiNavi Ultra gehört nun ein integrierter Lautsprecher zur Ausstattung. Gegenüber dem direkten Vorgänger ist das eine Neuerung. Dadurch ist der Fahrradcomputer nicht mehr auf einfache Pieptöne beschränkt, sondern kann unter anderem Sprachansagen direkt über das Gerät ausgeben. Die Sprachhinweise bei der Navigation funktionierten in meinem Test gut. Für mich ist das eine sinnvolle Verbesserung, weil ein gesprochener Hinweis deutlich mehr Information transportiert als ein einzelner Signalton. Gerade in unbekanntem Gelände hilft das dabei, kommende Abzweigungen frühzeitig einzuordnen, ohne ständig auf das Display schauen zu müssen.

Rennradfahrt mit iGPSPORT BiNavi Ultra beim Test der digitalen Klingel

Der Lautsprecher ermöglicht außerdem eine digitale Fahrradklingel. Im Test lag ihre Lautstärke ungefähr auf dem Niveau vergleichbarer Geräte der Konkurrenz, subjektiv wirkte sie teilweise sogar etwas lauter. Entscheidend ist aber vor allem die Praxis: Die Radfahrer vor mir haben das Klingelsignal in diesem Fall nicht wahrgenommen. Häufig sorgt die digitale Klingel jedoch durchaus für Aufmerksamkeit und erfüllt damit ihren Zweck. Insgesamt ist sie daher eine praktische Zusatzfunktion, auch wenn sie nicht immer zuverlässig wahrgenommen wird.

Radarwarnton und Navigation

Die Lautstärke lässt sich grundsätzlich einstellen. Eine zusätzliche Option, die ich mir wünschen würde, wäre eine getrennte Lautstärkeregelung für verschiedene Meldungsarten. So könnte beispielsweise die Sprachnavigation mit hoher Lautstärke laufen, während die Radarwarnungen etwas dezenter ausgegeben werden.

iGPSPORT BiNavi Ultra am Rennradlenker mit Radarwarnanzeige

Im Test ließ sich die Lautstärke nur gemeinsam verändern; alternativ konnte der Radarwarnton komplett deaktiviert werden. Das ist allerdings kein spezieller Nachteil des BiNavi Ultra, denn auch bei aktuellen Geräten von Garmin und Wahoo ist eine solche individuelle Lautstärkeabstimmung nach Meldungsart derzeit nicht vorgesehen. Gerade bei einem Radar, das auf viel befahrenen Straßen entsprechend häufig warnt, wäre eine feinere Regelung dennoch eine praktische Ergänzung.

Sensoren verbinden

Bei der Verbindung mit externen Sensoren hinterließ der BiNavi Ultra einen sehr guten Eindruck. Alle im Test ausprobierten Geräte ließen sich problemlos verbinden. Dabei kamen unterschiedliche Hersteller und Sensortypen zum Einsatz.

Sensorenmenü des iGPSPORT BiNavi Ultra zum Verbinden externer Sensoren

Getestetes Gerät Verwendung im Test Ergebnis beim Koppeln
iGPSPORT HR80 Armband Herzfrequenzsensor Problemlos verbunden
Garmin Forerunner 970 Herzfrequenzsensor Problemlos verbunden
Wahoo TRACKR HEART RATE Herzfrequenzsensor Problemlos verbunden
Garmin Rally Powermeter Problemlos verbunden
Shimano Di2 Elektronische Schaltung Problemlos verbunden
iGPSPORT SR Mini Radar Problemlos verbunden
Garmin Varia Radar Radar Problemlos verbunden

Ergebnis meines Praxistests mit dem iGPSPORT BiNavi Ultra.

Die Forerunner 970 kam dabei als Herzfrequenzquelle zum Einsatz. Gemeint ist also die Verbindung ihrer übertragenen Herzfrequenz mit dem Fahrradcomputer, nicht eine Übernahme sämtlicher Garmin-Trainingsdaten. Dass sowohl das iGPSPORT SR Mini als auch ein Garmin Varia Radar verbunden werden konnten, gefällt mir besonders. Wer bereits Sensoren und Zubehör besitzt, möchte diese schließlich möglichst weiterverwenden. Die Ergebnisse beziehen sich auf die konkret getesteten Geräte; eine allgemeine Freigabe aller Modellvarianten lässt sich daraus nicht ableiten.

Weiterhin kompatibel mit Garmin-Halterungen

Auch der iGPSPORT BiNavi Ultra passt an Garmin-kompatible Fahrradhalterungen. Das ist zwar keine Neuerung, da iGPSPORT diese Kompatibilität bereits bei anderen Geräten bietet, im Alltag bleibt sie aber praktisch. Wer schon eine entsprechende Halterung am Rennrad oder Gravelbike montiert hat, kann sie in der Regel weiterverwenden und muss für den BiNavi Ultra nicht auf ein eigenes Befestigungssystem wechseln.

Rückseite des iGPSPORT BiNavi Ultra mit Befestigungsaufnahme neben der Lenkerhalterung

Datenfelder

Die Datenseiten gefallen mir optisch sehr gut. Die Felder wirken übersichtlich und die grafische Gestaltung passt zum verbesserten Display. Der BiNavi Ultra unterstützt bis zu zu zwölf Datenfelder pro Seite sowie die Konfiguration der Seiten und ihrer Inhalte.

Hand bedient die Datenfelder auf dem Touchscreen des iGPSPORT BiNavi Ultra

Training und Auswertungen

Besonders mag ich die Trainingsauswertungen mit VO₂max, FTP, Belastung und voraussichtlicher Erholung. Nach einer Fahrt möchte ich nicht nur wissen, wie weit und wie schnell ich unterwegs war. Mich interessiert auch, wie sich die Einheit in mein Training einordnet.

Trainingsauswertung auf dem Display des iGPSPORT BiNavi Ultra

VO₂max 69: Dann bleibe ich wohl bei iGPSPORT

Nach meiner ersten schnelleren Fahrt schätzte der BiNavi Ultra meine VO₂max auf 69 und nach der zweiten Fahrt 66. Garmin berechnet bei mir 61. Also bleibe ich jetzt wohl bei iGPSPORT. Auch die FTP wurde geschätzt.

Natürlich mit einem Augenzwinkern: Der höhere Wert ist nicht automatisch der genauere. Die Systeme können unterschiedliche Algorithmen und Datengrundlagen verwenden. Mit weiteren Fahrten wächst die Grundlage für die Schätzungen. Ob und wie sich die Werte dabei annähern oder stabilisieren, werde ich beobachten; eine höhere Genauigkeit nach jeder einzelnen Fahrt lässt sich daraus nicht pauschal ableiten.

Die Werte helfen mir vor allem dabei, Entwicklungen über die Zeit zu verfolgen. Auch die nach Fahrten angezeigte Belastung und die voraussichtliche Erholung finde ich sinnvoll. Einen diagnostisch bestimmten VO₂max- oder FTP-Wert ersetzen solche Schätzungen nicht.

Strukturierte Einheiten und weitere Trainingsfunktionen

Die Herstellerunterlagen nennen außerdem Trainingspläne, Intervalltraining und FTP-Testeinheiten. Auch die Anbindung kompatibler Smarttrainer und die Simulation von Routen werden aufgeführt.

iGPSPORT BiNavi Ultra zeigt eine strukturierte Trainingseinheit am Rennradlenker

Diese Funktionen erweitern das Gerät über die reine Navigation hinaus. Die einzelnen Trainingsabläufe und die Übertragung strukturierter Einheiten habe ich in dieser ersten Testfassung jedoch noch nicht vollständig geprüft.

Strava Live Segmente

Während meines Tests waren Strava Live Segmente noch nicht verfügbar. Die Funktion wird voraussichtlich per Update nachgereicht. Wann das geschieht und welche Voraussetzungen für die Nutzung gelten, ist noch offen.

Akkulaufzeit

Der erste Eindruck beim Energieverbrauch ist vielversprechend. Das Display stand auf automatischer Helligkeit. Verbunden waren ein Herzfrequenzsensor, die Di2-Schaltung, ein Powermeter und ein Radar. Die Rechnung lautet: 78 Minuten ÷ 3 × 100 = 2.600 Minuten, also 43 Stunden und 20 Minuten. Unter der Annahme eines gleichbleibenden Verbrauchs wäre das eine sehr starke Laufzeit.

Diagramm zum Akkustand des iGPSPORT BiNavi Ultra während einer Testfahrt

Warum diese Zahl noch kein vollständiger Akkutest ist

Die Messung umfasst nur 78 Minuten und drei angezeigte Prozentpunkte. Schon die Rundung der Akkuanzeige hat bei einem so kleinen Ausschnitt großen Einfluss auf die Hochrechnung. Hinzu kommt, dass ein Akku über seinen gesamten Ladebereich nicht zwingend gleichmäßig entladen wird. Die 43 Stunden und 20 Minuten sind deshalb eine erste lineare Hochrechnung, keine gemessene Laufzeit von 100 auf 0 Prozent.

Displayhelligkeit, Navigation, Satellitenmodus, Audioausgabe, Temperatur und angeschlossene Sensoren können den tatsächlichen Verbrauch verändern. Für eine genauere Aussage werde ich den Akku auf längeren Fahrten beobachten und den Bericht aktualisieren. Laut Hersteller sind mindestens 30 Stunden im Standardmodus und mindestens 50 Stunden im Energiesparmodus vorgesehen. Das Briefing nennt außerdem eine vollständige Ladung in etwa 1,5 Stunden. Diese Ladezeit habe ich noch nicht selbst überprüft.

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SOS-Warnung

Die Unfallerkennung soll im Ernstfall helfen. In meinem Test reagierte sie allerdings viel zu früh. Schon kleine Schlaglöcher, etwas schlechterer Asphalt oder das Überfahren abgesenkter Bordsteine reichten aus, um die SOS-Warnung auszulösen. Auf dem Display erscheint anschließend ein kurzer Countdown. Innerhalb dieser Zeit lässt sich die vorgesehene Meldung an die hinterlegten Notfallkontakte abbrechen. Wenn normale Unebenheiten diesen Ablauf immer wieder anstoßen, stört das während der Fahrt und lenkt unnötig ab. Hier wünsche ich mir eine zuverlässigere Abstimmung der Erkennung. Die Beobachtung betrifft Fehlalarme; wie zuverlässig ein tatsächlicher Unfall erkannt oder ein Notfallkontakt erreicht wird, wurde damit nicht getestet. Ob sich das Verhalten mit einer späteren Softwareversion verbessert, werde ich nachprüfen.

Route „Später fortsetzen“

Positiv aufgefallen ist mir die Funktion „Später fortsetzen“. Sie ist für längere Unterbrechungen gedacht, nach denen eine Fahrt weitergeführt werden soll. Ein naheliegendes Beispiel ist eine Übernachtung auf einer Bikepacking-Tour.

Menü des iGPSPORT BiNavi Ultra mit der Funktion Später fortsetzen

Solche Funktionen wirken auf einer Ausstattungsliste zunächst unspektakulär, können auf längeren Touren aber sehr hilfreich sein. Wie sich die Wiederaufnahme nach einer ganzen Nacht einschließlich Akkuverbrauch und anschließender Synchronisierung verhält, möchte ich noch genauer prüfen. Die Möglichkeit selbst gefällt mir bereits jetzt.

Für wen lohnt sich der iGPSPORT BiNavi Ultra?

Passt besonders gut

Der BiNavi Ultra ist interessant, wenn du …

  • ein großes Display mit übersichtlichen Karten und Datenfeldern suchst,
  • Touchscreen, physische Tasten und ein seitliches Drehrad kombinieren möchtest,
  • Sprachansagen direkt aus dem Fahrradcomputer praktisch findest,
  • auch unterwegs auf eine Offline-Routenplanung zurückgreifen möchtest,
  • Herzfrequenzsensor, Powermeter, elektronische Schaltung und Radar nutzt,
  • VO₂max, FTP, Trainingsbelastung und Erholung verfolgen möchtest,
  • deine Fahrten nach dem Speichern automatisch zu Strava übertragen möchtest,
  • eine besonders lange Akkulaufzeit für ausgedehnte Touren suchst – im ersten Test ergaben sich hochgerechnet rund 43 Stunden und 20 Minuten,
  • längere Touren planst und die Funktion „Später fortsetzen“ schätzt.

Weniger passend

Weniger passend ist der aktuelle Teststand, wenn du …

  • eine sehr unauffällige Unfallerkennung erwartest. Im Test reagierte die SOS-Funktion bereits auf Schlaglöcher, schlechten Asphalt oder abgesenkte Bordsteine. Ich gehe allerdings davon aus, dass iGPSPORT die Empfindlichkeit per Softwareupdate noch anpassen kann,
  • Radarwarnungen und Navigationsansagen unabhängig voneinander in der Lautstärke einstellen möchtest,
  • bei allen Lichtverhältnissen und Blickwinkeln eine möglichst gleichmäßige Displaydarstellung erwartest.

Die Einordnung bezieht sich auf meinen bisherigen Teststand vor dem Marktstart. Die automatische Übertragung abgeschlossener Fahrten funktionierte bei den weiteren Tests auch zu Strava. Die hochgerechnete Akkulaufzeit von 43 Stunden und 20 Minuten basiert bislang auf einer kurzen Messung und ist noch kein vollständiger Laufzeittest.

Fazit

iGPSPORT BiNavi Ultra

  • Display: 3,7 Zoll, Touchscreen und 480 × 854 Pixel.
  • Bedienung: Drehrad, Metalltasten und Touchscreen.
  • Navigation: Sprachansagen, Abbiegehinweise und digitale Klingel.
  • Sensoren: Herzfrequenz, Powermeter, Di2 und Radar problemlos gekoppelt.
  • Akku: Erste Hochrechnung auf rund 43 Stunden und 20 Minuten.

Zu beachten: Die SOS-Erkennung reagierte im Test noch recht empfindlich. Im Halbschatten ist das Display teilweise schwieriger abzulesen.

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Mein Fazit zum iGPSPORT BiNavi Ultra Test: Der BiNavi Ultra macht vor allem bei der Hardware einen guten Eindruck. Das 3,7-Zoll-Display, Drehrad, Metalltasten und der integrierte Lautsprecher sind klare Weiterentwicklungen gegenüber dem BiNavi.

Auch die Konnektivität überzeugte. Herzfrequenzsensoren, Powermeter, Shimano Di2 und Garmin Varia ließen sich problemlos koppeln. Gespeicherte Fahrten wurden zudem automatisch zu Strava übertragen.

VO₂max, FTP, Belastung und Erholungszeit erweitern die Trainingsauswertung. Praktisch ist außerdem die Funktion „Später fortsetzen“ für längere Touren.

Auch der erste Akku-Eindruck ist vielversprechend: Drei Prozentpunkte Verbrauch in 78 Minuten entsprechen hochgerechnet rund 43 Stunden und 20 Minuten. Ein vollständiger Laufzeittest steht allerdings noch aus.

Verbesserungspotenzial gibt es bei der SOS-Erkennung, die bei Schlaglöchern und schlechten Straßen teilweise zu empfindlich reagierte. Im Halbschatten kann zudem die Ablesbarkeit des Displays nachlassen.

Insgesamt bietet der BiNavi Ultra bereits ein umfangreiches Gesamtpaket für Navigation, Training und längere Touren.

Vorteile
  • Verbessertes Display
    3,7 Zoll, kräftige Farben und guter Kontrast.
  • Drehrad und Metalltasten
    Praktische Ergänzung zum Touchscreen.
  • Sprachansagen
    Rechtzeitige Navigationshinweise über den Lautsprecher.
  • Problemlose Sensorverbindungen
    Herzfrequenz, Powermeter, Di2 und Radar funktionierten im Test.
  • Umfangreiche Trainingsdaten
    VO₂max, FTP, Belastung und Erholungszeit.
  • Guter erster Akku-Eindruck
    Hochgerechnet rund 43 Stunden und 20 Minuten.
  • Gute Verarbeitung
    Metalltasten, 122 Gramm und praktische „Später fortsetzen“-Funktion.
Nachteile
  • SOS-Warnung zu empfindlich
    Auch Schlaglöcher und schlechter Asphalt konnten den Countdown auslösen.
  • Display im Halbschatten
    Unter bestimmten Lichtbedingungen schwieriger abzulesen.

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