Mit dem BiNavi Ultra erweitert iGPSPORT seine Navigationsserie um ein neues Spitzenmodell. Der Ansatz gefällt mir: mehr Platz für Karten und Fahrdaten, zusätzliche Möglichkeiten bei der Bedienung und akustische Hinweise direkt aus dem Gerät. Gerade auf dem Rennrad oder bei längeren Gravel- und Bikepacking-Touren können solche Änderungen im Alltag einen Unterschied machen.
Display und Ablesbarkeit
Am Display hat iGPSPORT spürbar gearbeitet. Helligkeit, Farbdarstellung und Kontrast gefallen mir beim BiNavi Ultra besser als beim BiNavi. Die Datenfelder sehen schön aus, sind übersichtlich gestaltet und lassen sich während der Fahrt gut erfassen. Zusammen mit dem größeren Bildschirm wirkt die Darstellung insgesamt aufgeräumt.

Die Auflösung beträgt jetzt 480 × 854 Pixel. Das ist ein deutlicher Sprung gegenüber den 320 × 480 Pixeln des Vorgängers. Gerade für Karten, Schrift und grafische Datenfelder bietet die höhere Auflösung mehr Spielraum. Trotz der Verbesserung bleibt der Ultra bei einem transflektiven Display. Diese Technik nutzt neben der Hintergrundbeleuchtung auch einfallendes Umgebungslicht. Unter bestimmten Lichtbedingungen kann die Anzeige deshalb anders wirken als bei einem transmissiven, vorwiegend durch die Hintergrundbeleuchtung beleuchteten Display.

Das 3,7 Zoll große transflektive Touchdisplay mit 480 × 854 Pixeln ist eines der wichtigsten Upgrades. Gegenüber dem BiNavi gefallen mir Helligkeit, Farben und Kontrast besser. Dazu kommt das seitliche Drehrad: Durch Drehen lassen sich Datenseiten wechseln und Menüs bedienen. Der integrierte Lautsprecher ermöglicht echte Sprachansagen beim Navigieren und eine digitale Fahrradklingel.

Aber Im Test gab es weiterhin Situationen, in denen ich die Anzeige schwieriger ablesen konnte als bei einem transmissiven Display. Die höhere Auflösung allein ändert diese grundsätzliche Eigenschaft nicht. Insgesamt war ich mit dem Bildschirm aber durchaus zufrieden: Für mich ist er ein erkennbarer Fortschritt gegenüber dem BiNavi. Es gibt außerdem eine Option für größere Schrift innerhalb des jeweiligen Radprofils. Sie soll wichtige Fahrdaten schneller erfassbar machen.
Ein großer Bildschirm und gut verständliche Sprachansagen sind bei der Navigation hilfreich. Besonders gut gefallen hat mir im Test die Kartendarstellung kurz vor Abzweigungen: Einige Meter vor dem Abbiegen zoomt der BiNavi Ultra automatisch in die Karte hinein. Dadurch wird die kommende Kreuzung deutlich größer dargestellt und man erkennt schneller, welche Straße oder Ausfahrt gemeint ist. Gerade bei komplizierteren Kreuzungen ist das eine praktische Hilfe.

Ebenfalls gut gefallen haben mir die rechtzeitigen Sprachansagen und Abbiegehinweise. Sowohl die akustischen Hinweise als auch die Darstellung auf dem Display kündigten kommende Abzweigungen früh genug an, sodass ausreichend Zeit blieb, sich darauf einzustellen. Die Navigation selbst ist auf dem Display gut erkennbar und übersichtlich dargestellt. Dadurch wirkte die Routenführung im Fahrbetrieb angenehm und zuverlässig.

Neuberechnung der Route
Weicht man von der geplanten Strecke ab, berechnet der iGPSPORT BiNavi Ultra die Route in meinem Test ähnlich schnell neu wie die meisten aktuellen Geräte der Konkurrenz. Lange Wartezeiten hatte ich dabei nicht. Wahoo bleibt bei der Neuberechnung für mich allerdings weiterhin die schnellste Lösung: Dort erfolgt die Anpassung meist noch etwas unmittelbarer, während der BiNavi Ultra eher auf dem Niveau der übrigen Konkurrenz liegt.

Routensammlungen
Mit der Funktion Route Collection Navigation sollen sich mehrere Routen in der App zu einer Sammlung zusammenfassen und gemeinsam auf den BiNavi Ultra übertragen lassen. Im nachfolgenden Bild sind nun alle meine Routen zu sehen die ich regelmäßig fahre.

Nach dem Aktivieren einer Sammlung erkennt das Gerät, welche der enthaltenen Strecken gerade befahren wird, und startet beziehungsweise wechselt automatisch zur passenden Navigation. Im Test funktionierte diese Erkennung zuverlässig. Besonders für mehrtägige Touren oder ein Gebiet mit mehreren vorbereiteten Strecken ist die Funktion daher praktisch. Auch der automatische Wechsel zwischen den hinterlegten Routen klappte im Test wie vorgesehen.

Offline-Routenplanung
iGPSPORT beschreibt eine erweiterte Offline-Routenplanung direkt am Gerät. Dazu gehören laut Hersteller das Auswählen eines Ziels auf der Karte, eine Rückführung auf kurzem Weg und eine Planung über Länder- beziehungsweise Regionsgrenzen hinweg. Damit könnte der BiNavi Ultra gerade auf Reisen und bei spontanen Änderungen unterwegs interessanter werden. Die Leistungsfähigkeit bei langen Strecken, die Qualität der Routenvorschläge und die Geschwindigkeit der Neuberechnung habe ich bisher nicht systematisch geprüft.
APP-Routenplanung
Meine bevorzugte Variante für die Routenplanung ist Komoot. Dort erstelle und speichere ich zunächst die gewünschte Route. Voraussetzung ist, dass das iGPSPORT-Konto mit Komoot verbunden ist. Anschließend erscheint die Strecke in der iGPSPORT-App und kann von dort direkt an den Fahrradcomputer übertragen werden. Im Test funktionierte die Synchronisierung schnell und zuverlässig. Für alle, die lieber mit Strava planen, sollte die Übertragung auf ähnliche Weise funktionieren, sofern das iGPSPORT-Konto entsprechend mit Strava verbunden ist.



iClimb 4.0
Mit iClimb 4.0 kann der BiNavi Ultra Anstiege auch dann erkennen, wenn keine aktive Routennavigation läuft. Das Gerät greift dafür auf eine hinterlegte Anstiegsdatenbank zurück und zeigt während der Fahrt unter anderem Steigung, verbleibende Höhenmeter und weitere Informationen zum Anstieg an. Im Test funktionierte die automatische Erkennung zuverlässig. Besonders praktisch ist, dass ein Anstieg nicht zwingend vom offiziellen Startpunkt aus gefahren werden muss. Auch wenn wir erst mitten in einen hinterlegten Anstieg eingefahren sind, erkannte der BiNavi Ultra diesen und öffnete automatisch die entsprechende Kletteransicht. Zusätzlich lassen sich Anstiege in der Umgebung anzeigen und bei Bedarf direkt als Ziel für die Navigation auswählen.

Damit eignet sich die Funktion vor allem für spontane Fahrten ohne vorher geplante Route: Wer einfach losfährt und unterwegs auf einen bekannten Anstieg trifft, erhält trotzdem automatisch die relevanten Climb-Daten. Laut Hersteller basiert die Datenbank dabei unter anderem auf real aufgezeichneten Fahrten und soll dadurch besonders präzise sein. Die Erkennung von Anstiegen ist laut BiNavi in einem Umkreis von bis zu 40 Kilometern möglich.
Vorteile und Nachteile
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Verbessertes Display
Helligkeit, Farben und Kontrast gefallen im Test besser als beim BiNavi; 3,7 Zoll und 480 × 854 Pixel. -
Drehrad und Metalltasten
Praktische zusätzliche Bedienung für Seitenwechsel und Menüs, ergänzt durch den Touchscreen. -
Lautsprecher mit Sprachansagen
Sprachhinweise beim Navigieren funktionieren gut; eine digitale Klingel ist ebenfalls integriert. -
Problemlose Sensorverbindungen
HR80, Forerunner 970, Wahoo TRACKR HEART RATE, Garmin Rally, Shimano Di2, SR Mini und Garmin Varia ließen sich koppeln. -
Umfangreiche Trainingsauswertungen
VO₂max, FTP, Belastung und voraussichtliche Erholung unterstützen die Einordnung der Fahrten. -
Vielversprechender erster Akku-Eindruck
Drei Prozentpunkte Verbrauch in 78 Minuten ergeben rechnerisch 43 Stunden und 20 Minuten; noch kein vollständiger Laufzeittest. -
Gute Verarbeitung und praktische Tourenfunktion
Schöne Optik, Metalltasten, exakt 122 Gramm nachgewogen und die Funktion „Später fortsetzen“.
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SOS-Warnung zu empfindlich
Schon kleinere Schlaglöcher, schlechter Asphalt und abgesenkte Bordsteine lösten den Countdown aus. -
Display im Halbschatten schwieriger ablesbar
Die Ablesbarkeit bleibt lichtabhängig. Besonders im Halbschatten kann das Display schwerer abzulesen sein, ähnlich wie bereits beim BiNavi im Test aufgefallen. -
Audio noch nicht getrennt regelbar
Radarwarnungen und Sprachansagen lassen sich derzeit noch nicht getrennt in der Lautstärke einstellen.
Weitere Informationen zum Vorgänger findest du in meinem iGPSPORT BiNavi Test.
Verarbeitung und Gewicht
Der BiNavi Ultra macht insgesamt einen guten Eindruck. Mir gefallen die Optik und die saubere Verarbeitung. Die Metalltasten passen zum hochwertigen Erscheinungsbild und heben sich von der Ausstattung des bisherigen BiNavi ab. Ein Metallgehäuse ist damit übrigens nicht gemeint: Die Herstellerunterlagen nennen ausdrücklich die Tasten und die Befestigungsaufnahme aus Metall.

Beim Gewicht bleibt es nicht bei einer Datenblattangabe. Ich habe den Fahrradcomputer auf die Waage gelegt und 122 Gramm gemessen. Gegenüber seinem Vorgänger dem BiNavi (103g) sind das 19 Gramm mehr. Dafür bekommt der Ultra unter anderem ein größeres Display, einen größeren Akku und einen Lautsprecher.

Laut Hersteller ist die Befestigungsaufnahme auf der Rückseite abnehmbar. Wie sich Tasten, Drehrad und Aufnahme über viele Monate schlagen, wird sich erst im längeren Einsatz zeigen. Die bisherige Verarbeitung überzeugt mich aber.
Drehrad am rechten Rand
Das Drehrad rechts am Gehäuse erinnert vom Bedienprinzip an die Krone einer Apple Watch. Durch Drehen lassen sich die Datenseiten wechseln und Menüs durchlaufen. Das ist gegenüber dem bisherigen BiNavi eine der Änderungen, die mir gut gefallen hat. Im Alltag geht es schließlich oft um dieselben Handgriffe: von der Datenseite zur Karte wechseln, einen Menüpunkt auswählen oder eine weitere Ansicht aufrufen. Für solche Aufgaben ist das Drehrad eine praktische Ergänzung zum Touchscreen und zu den Tasten.

Lautsprecher und digitale Klingel
Beim BiNavi Ultra gehört nun ein integrierter Lautsprecher zur Ausstattung. Gegenüber dem direkten Vorgänger ist das eine Neuerung. Dadurch ist der Fahrradcomputer nicht mehr auf einfache Pieptöne beschränkt, sondern kann unter anderem Sprachansagen direkt über das Gerät ausgeben. Die Sprachhinweise bei der Navigation funktionierten in meinem Test gut. Für mich ist das eine sinnvolle Verbesserung, weil ein gesprochener Hinweis deutlich mehr Information transportiert als ein einzelner Signalton. Gerade in unbekanntem Gelände hilft das dabei, kommende Abzweigungen frühzeitig einzuordnen, ohne ständig auf das Display schauen zu müssen.

Der Lautsprecher ermöglicht außerdem eine digitale Fahrradklingel. Im Test lag ihre Lautstärke ungefähr auf dem Niveau vergleichbarer Geräte der Konkurrenz, subjektiv wirkte sie teilweise sogar etwas lauter. Entscheidend ist aber vor allem die Praxis: Die Radfahrer vor mir haben das Klingelsignal in diesem Fall nicht wahrgenommen. Häufig sorgt die digitale Klingel jedoch durchaus für Aufmerksamkeit und erfüllt damit ihren Zweck. Insgesamt ist sie daher eine praktische Zusatzfunktion, auch wenn sie nicht immer zuverlässig wahrgenommen wird.
Radarwarnton und Navigation
Die Lautstärke lässt sich grundsätzlich einstellen. Eine zusätzliche Option, die ich mir wünschen würde, wäre eine getrennte Lautstärkeregelung für verschiedene Meldungsarten. So könnte beispielsweise die Sprachnavigation mit hoher Lautstärke laufen, während die Radarwarnungen etwas dezenter ausgegeben werden.

Im Test ließ sich die Lautstärke nur gemeinsam verändern; alternativ konnte der Radarwarnton komplett deaktiviert werden. Das ist allerdings kein spezieller Nachteil des BiNavi Ultra, denn auch bei aktuellen Geräten von Garmin und Wahoo ist eine solche individuelle Lautstärkeabstimmung nach Meldungsart derzeit nicht vorgesehen. Gerade bei einem Radar, das auf viel befahrenen Straßen entsprechend häufig warnt, wäre eine feinere Regelung dennoch eine praktische Ergänzung.
Sensoren verbinden
Bei der Verbindung mit externen Sensoren hinterließ der BiNavi Ultra einen sehr guten Eindruck. Alle im Test ausprobierten Geräte ließen sich problemlos verbinden. Dabei kamen unterschiedliche Hersteller und Sensortypen zum Einsatz.

Die Forerunner 970 kam dabei als Herzfrequenzquelle zum Einsatz. Gemeint ist also die Verbindung ihrer übertragenen Herzfrequenz mit dem Fahrradcomputer, nicht eine Übernahme sämtlicher Garmin-Trainingsdaten. Dass sowohl das iGPSPORT SR Mini als auch ein Garmin Varia Radar verbunden werden konnten, gefällt mir besonders. Wer bereits Sensoren und Zubehör besitzt, möchte diese schließlich möglichst weiterverwenden. Die Ergebnisse beziehen sich auf die konkret getesteten Geräte; eine allgemeine Freigabe aller Modellvarianten lässt sich daraus nicht ableiten.
Weiterhin kompatibel mit Garmin-Halterungen
Auch der iGPSPORT BiNavi Ultra passt an Garmin-kompatible Fahrradhalterungen. Das ist zwar keine Neuerung, da iGPSPORT diese Kompatibilität bereits bei anderen Geräten bietet, im Alltag bleibt sie aber praktisch. Wer schon eine entsprechende Halterung am Rennrad oder Gravelbike montiert hat, kann sie in der Regel weiterverwenden und muss für den BiNavi Ultra nicht auf ein eigenes Befestigungssystem wechseln.

Datenfelder
Die Datenseiten gefallen mir optisch sehr gut. Die Felder wirken übersichtlich und die grafische Gestaltung passt zum verbesserten Display. Der BiNavi Ultra unterstützt bis zu zu zwölf Datenfelder pro Seite sowie die Konfiguration der Seiten und ihrer Inhalte.

Training und Auswertungen
Besonders mag ich die Trainingsauswertungen mit VO₂max, FTP, Belastung und voraussichtlicher Erholung. Nach einer Fahrt möchte ich nicht nur wissen, wie weit und wie schnell ich unterwegs war. Mich interessiert auch, wie sich die Einheit in mein Training einordnet.

VO₂max 69: Dann bleibe ich wohl bei iGPSPORT
Nach meiner ersten schnelleren Fahrt schätzte der BiNavi Ultra meine VO₂max auf 69 und nach der zweiten Fahrt 66. Garmin berechnet bei mir 61. Also bleibe ich jetzt wohl bei iGPSPORT. Auch die FTP wurde geschätzt.


Natürlich mit einem Augenzwinkern: Der höhere Wert ist nicht automatisch der genauere. Die Systeme können unterschiedliche Algorithmen und Datengrundlagen verwenden. Mit weiteren Fahrten wächst die Grundlage für die Schätzungen. Ob und wie sich die Werte dabei annähern oder stabilisieren, werde ich beobachten; eine höhere Genauigkeit nach jeder einzelnen Fahrt lässt sich daraus nicht pauschal ableiten.
Die Werte helfen mir vor allem dabei, Entwicklungen über die Zeit zu verfolgen. Auch die nach Fahrten angezeigte Belastung und die voraussichtliche Erholung finde ich sinnvoll. Einen diagnostisch bestimmten VO₂max- oder FTP-Wert ersetzen solche Schätzungen nicht.
Strukturierte Einheiten und weitere Trainingsfunktionen
Die Herstellerunterlagen nennen außerdem Trainingspläne, Intervalltraining und FTP-Testeinheiten. Auch die Anbindung kompatibler Smarttrainer und die Simulation von Routen werden aufgeführt.

Diese Funktionen erweitern das Gerät über die reine Navigation hinaus. Die einzelnen Trainingsabläufe und die Übertragung strukturierter Einheiten habe ich in dieser ersten Testfassung jedoch noch nicht vollständig geprüft.
Strava Live Segmente
Während meines Tests waren Strava Live Segmente noch nicht verfügbar. Die Funktion wird voraussichtlich per Update nachgereicht. Wann das geschieht und welche Voraussetzungen für die Nutzung gelten, ist noch offen.
Akkulaufzeit
Der erste Eindruck beim Energieverbrauch ist vielversprechend. Das Display stand auf automatischer Helligkeit. Verbunden waren ein Herzfrequenzsensor, die Di2-Schaltung, ein Powermeter und ein Radar. Die Rechnung lautet: 78 Minuten ÷ 3 × 100 = 2.600 Minuten, also 43 Stunden und 20 Minuten. Unter der Annahme eines gleichbleibenden Verbrauchs wäre das eine sehr starke Laufzeit.

Warum diese Zahl noch kein vollständiger Akkutest ist
Die Messung umfasst nur 78 Minuten und drei angezeigte Prozentpunkte. Schon die Rundung der Akkuanzeige hat bei einem so kleinen Ausschnitt großen Einfluss auf die Hochrechnung. Hinzu kommt, dass ein Akku über seinen gesamten Ladebereich nicht zwingend gleichmäßig entladen wird. Die 43 Stunden und 20 Minuten sind deshalb eine erste lineare Hochrechnung, keine gemessene Laufzeit von 100 auf 0 Prozent.
Displayhelligkeit, Navigation, Satellitenmodus, Audioausgabe, Temperatur und angeschlossene Sensoren können den tatsächlichen Verbrauch verändern. Für eine genauere Aussage werde ich den Akku auf längeren Fahrten beobachten und den Bericht aktualisieren. Laut Hersteller sind mindestens 30 Stunden im Standardmodus und mindestens 50 Stunden im Energiesparmodus vorgesehen. Das Briefing nennt außerdem eine vollständige Ladung in etwa 1,5 Stunden. Diese Ladezeit habe ich noch nicht selbst überprüft.
Verfügbarkeit prüfen*SOS-Warnung
Die Unfallerkennung soll im Ernstfall helfen. In meinem Test reagierte sie allerdings viel zu früh. Schon kleine Schlaglöcher, etwas schlechterer Asphalt oder das Überfahren abgesenkter Bordsteine reichten aus, um die SOS-Warnung auszulösen. Auf dem Display erscheint anschließend ein kurzer Countdown. Innerhalb dieser Zeit lässt sich die vorgesehene Meldung an die hinterlegten Notfallkontakte abbrechen. Wenn normale Unebenheiten diesen Ablauf immer wieder anstoßen, stört das während der Fahrt und lenkt unnötig ab. Hier wünsche ich mir eine zuverlässigere Abstimmung der Erkennung. Die Beobachtung betrifft Fehlalarme; wie zuverlässig ein tatsächlicher Unfall erkannt oder ein Notfallkontakt erreicht wird, wurde damit nicht getestet. Ob sich das Verhalten mit einer späteren Softwareversion verbessert, werde ich nachprüfen.
Route „Später fortsetzen“
Positiv aufgefallen ist mir die Funktion „Später fortsetzen“. Sie ist für längere Unterbrechungen gedacht, nach denen eine Fahrt weitergeführt werden soll. Ein naheliegendes Beispiel ist eine Übernachtung auf einer Bikepacking-Tour.

Solche Funktionen wirken auf einer Ausstattungsliste zunächst unspektakulär, können auf längeren Touren aber sehr hilfreich sein. Wie sich die Wiederaufnahme nach einer ganzen Nacht einschließlich Akkuverbrauch und anschließender Synchronisierung verhält, möchte ich noch genauer prüfen. Die Möglichkeit selbst gefällt mir bereits jetzt.
Passt besonders gut
Der BiNavi Ultra ist interessant, wenn du …
- ein großes Display mit übersichtlichen Karten und Datenfeldern suchst,
- Touchscreen, physische Tasten und ein seitliches Drehrad kombinieren möchtest,
- Sprachansagen direkt aus dem Fahrradcomputer praktisch findest,
- auch unterwegs auf eine Offline-Routenplanung zurückgreifen möchtest,
- Herzfrequenzsensor, Powermeter, elektronische Schaltung und Radar nutzt,
- VO₂max, FTP, Trainingsbelastung und Erholung verfolgen möchtest,
- deine Fahrten nach dem Speichern automatisch zu Strava übertragen möchtest,
- eine besonders lange Akkulaufzeit für ausgedehnte Touren suchst – im ersten Test ergaben sich hochgerechnet rund 43 Stunden und 20 Minuten,
- längere Touren planst und die Funktion „Später fortsetzen“ schätzt.
Weniger passend
Weniger passend ist der aktuelle Teststand, wenn du …
- eine sehr unauffällige Unfallerkennung erwartest. Im Test reagierte die SOS-Funktion bereits auf Schlaglöcher, schlechten Asphalt oder abgesenkte Bordsteine. Ich gehe allerdings davon aus, dass iGPSPORT die Empfindlichkeit per Softwareupdate noch anpassen kann,
- Radarwarnungen und Navigationsansagen unabhängig voneinander in der Lautstärke einstellen möchtest,
- bei allen Lichtverhältnissen und Blickwinkeln eine möglichst gleichmäßige Displaydarstellung erwartest.
Die Einordnung bezieht sich auf meinen bisherigen Teststand vor dem Marktstart. Die automatische Übertragung abgeschlossener Fahrten funktionierte bei den weiteren Tests auch zu Strava. Die hochgerechnete Akkulaufzeit von 43 Stunden und 20 Minuten basiert bislang auf einer kurzen Messung und ist noch kein vollständiger Laufzeittest.



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